25 June 2026, 14:03

Bauwirtschaft 2024: Wachstum bei Wohnungsbau, aber Materialkosten steigen weiter

Turnaround noch ausstehend

Bauwirtschaft 2024: Wachstum bei Wohnungsbau, aber Materialkosten steigen weiter

Bauwirtschaft zeigt gemischte Entwicklung zu Beginn 2024

Die Bauwirtschaft präsentierte sich im frühen Jahr 2024 mit uneinheitlichen Ergebnissen. Während die Gesamteinnahmen auf dem Niveau des Vorjahres blieben, verzeichneten einige Bereiche Zuwächse. Die Materialkosten stiegen jedoch branchenweit weiter an.

Von Januar bis April 2024 entsprachen die gesamten Bauumsätze denen des gleichen Zeitraums 2023. Dennoch legten die Neuaufträge im Vorjahresvergleich um 1,8 % zu. Die Umsätze im öffentlichen Bau stiegen im April um 5,3 %, wobei staatliche Aufträge gegenüber März um 2,2 % zunahmen.

Auch der Gewerbe- und Industriebau verbuchte Fortschritte: Die Umsätze kletterten im April um 6,8 %, die Neuaufträge stiegen um 2,6 %. Noch dynamischer entwickelte sich der Wohnungsbau, dessen April-Umsätze 7,1 % über dem Vorjahreswert lagen, während die Neuaufträge um 8,9 % zulegten. Experten warnen jedoch, dass dies noch keinen nachhaltigen Trend darstellt.

Im Tiefbau nahmen die Neuaufträge zu, während der gewerbliche und öffentliche Nichtwohnungsbau Rückgänge verzeichnete. Gleichzeitig trieben steigende Materialpreise die Kosten in die Höhe. Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton wurden teurer. Bis Mai 2026 hatten sich die Bitumenpreise aufgrund der Spannungen in der Straße von Hormus um 31,2 % erhöht.

Die Branche ist bereit, die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Dafür seien jedoch stärkere Anreize, schnellere Projektstarts und beschleunigte Genehmigungsverfahren notwendig. Ohne solche Maßnahmen könnten steigende Kosten und ungleichmäßiges Wachstum die Fortschritte bremsen.

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