24 May 2026, 06:08

BDI warnt vor Wirtschaftskrise: Unternehmen kämpfen mit Energiekosten und Bürokratie

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

BDI warnt vor Wirtschaftskrise: Unternehmen kämpfen mit Energiekosten und Bürokratie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage, da die Belastungen für Unternehmen zunehmen. Hohe Energiekosten, starke Steuerlasten und bürokratische Hürden haben die Organisation dazu veranlasst, ihre Hoffnungen auf ein industrielles Wachstum in diesem Jahr aufzugeben. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni kommen Führungskräfte beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow, Brandenburg, zusammen, um diese Herausforderungen zu erörtern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rund 350 Vertreter aus der Wirtschaft werden an der dreitägigen Veranstaltung teilnehmen. Sie werden mit zentralen Akteuren über Reformpläne diskutieren, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Auch die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden an den Gesprächen beteiligt sein.

Das Forum soll trotz der aktuellen Abschwungphase industrielle Chancen aufzeigen. Dennoch übt BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch scharfe Kritik an den Verzögerungen der Politik. Unternehmen seien „tief entmutigt, ja sogar frustriert“ über die anhaltenden Streitigkeiten um Reformen, so Lösch.

Er forderte die Politik auf, statt neuer Bürokratie die Regularien zu lockern und Innovationen zu fördern. Untätigkeit – besonders in einem Wahljahr – könnte die Wirtschaftskrise weiter verschärfen, warnte er. Der BDI setzt sich nun für mehr Flexibilität bei Investitionsregeln ein, um die stagnierenden Branchen wiederzubeleben.

Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem der BDI seine Prognose für ein industrielles Wachstum im Jahr 2024 zurückgenommen hat. Wirtschaftsführer und Politiker werden nach Lösungen für steigende Kosten und bürokratische Hindernisse suchen. Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten die politischen Weichenstellungen der kommenden Monate prägen.

Quelle