Bergisch Gladbachs Inklusionsbeirat wächst und setzt auf mehr Teilhabe
Paul SimonBergisch Gladbachs Inklusionsbeirat wächst und setzt auf mehr Teilhabe
Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach erweitert Mitgliedschaft und wählt neue Führung
Der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach hat seine Reihen erweitert und neue Sprecher:innen gewählt. Das Gremium umfasst nun 13 Vertreter:innen – zuvor waren es neun – und soll so die Vielfalt der Stadt besser abbilden. Zu den Neuerungen gehört auch eine klarere Kommunikation: Künftig werden offizielle Dokumente in einfacher und leicht verständlicher Sprache verfasst.
Der neu zusammengesetzte Beirat hielt seine ersten Sitzungen ab, um die künftige Ausrichtung festzulegen. Zur neuen Vorsitzenden wurde Katharina Kaul gewählt, die die Katholische Jugendagentur vertritt. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule.
Erstmals sind nun auch Menschen mit Lernbehinderungen im Beirat vertreten. Diese Erweiterung folgt Empfehlungen von Gruppen wie dem Integrationsrat, dem Behindertensportverein Bergisch Gladbach, dem Flüchtlingsrat sowie Selbstvertretungsorganisationen. Die Aufstockung von neun auf 13 Sitze soll sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen in lokalen Entscheidungsprozessen breiter vertreten sind.
Darüber hinaus hat der Beirat seinen Aktionsplan Inklusion überarbeitet. Das aktualisierte Dokument wird in Kürze dem Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt. Zudem entsendet der Beirat nun Vertreter:innen in zentrale Ausschüsse des Stadtrats, um sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in politischen Diskussionen berücksichtigt werden.
Die überarbeitete Strategie und die erweiterte Mitgliedschaft markieren einen Wandel in der Arbeitsweise des Beirats. Durch verständlichere Sprache und die Einbindung vielfältigerer Stimmen will das Gremium die Inklusionsbemühungen in Bergisch Gladbach stärken. Als nächste Schritte stehen die formelle Verabschiedung des Plans durch die zuständigen städtischen Gremien an.






