26 March 2026, 08:05

Biobauern retten Fuldaer Schlachthof mit genossenschaftlicher Initiative

Plakat mit Text zur Förderung des bewussten Lebensmittelkonsums und der Müllreduzierung.

Biobauern retten Fuldaer Schlachthof mit genossenschaftlicher Initiative

Eine Gruppe hessischer Biobauern hat sich zusammengeschlossen, um das Schlachthof in Fulda zu retten – eine der letzten verbleibenden Einrichtungen in der Region, in der noch lokal gezüchtetes Nutztier verarbeitet werden kann. Ihr Rettungsplan sieht die Gründung eines neuen Unternehmens vor: die Erzeugerschlachthof Kurhessen AG, deren Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Bühler die Initiative leitet.

Das neue Unternehmen startet mit einem Stammkapital von 250.000 Euro, wobei die Namensaktien jeweils 500 Euro kosten. Der von Bühler geführte Aufsichtsrat entscheidet, wer Anteile an dem von Erzeugern getragenen Schlachthof erwerben darf. Bühler, eine Schlüsselfigur der Rettungsaktion, hatte bereits vor drei Jahrzehnten die erfolgreiche Genossenschaft Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) mitgegründet.

Als neuer Geschäftsführer der Erzeugerschlachthof Kurhessen AG wurde Sven Euen ernannt. Die Anlage benötigt dringend Investitionen, insbesondere in die Brühanlage, deren Modernisierung auf 600.000 bis 800.000 Euro geschätzt wird. Ohne diese Aufrüstung bleibt die Zukunft des Schlachthofs – eine entscheidende Infrastruktur für die regionalen Landwirte – ungewiss.

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Der Fuldaer Schlachthof zählt zu den wenigen verbleibenden Einrichtungen in Hessen, in denen Bauern ihre eigenen Tiere verarbeiten lassen können. Während seit 2016 viele ähnliche Betriebe aufgrund von Branchenveränderungen schließen mussten, soll diese genossenschaftlich getragene Initiative den Standort erhalten.

Das neue Unternehmen konzentriert sich darauf, die notwendigen Mittel für die Modernisierung zu beschaffen und gleichzeitig die lokale Kontrolle zu wahren. Mit Bühlers Erfahrung und Euens Führung will die Genossenschaft den langfristigen Erhalt des Schlachthofs sichern. Vom Erfolg dieses Vorhabens hängt ab, ob die Fuldaer Landwirte weiterhin Zugang zu dieser wichtigen Verarbeitungsstätte behalten.

Quelle