BKA feiert 75 Jahre mit Campus-Plänen und prominenten Gästen in Wiesbaden
Paul SimonBKA feiert 75 Jahre mit Campus-Plänen und prominenten Gästen in Wiesbaden
Bundeskriminalamt feiert 75-jähriges Jubiläum in Wiesbaden mit prominenten Gästen
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sein 75-jähriges Bestehen in Wiesbaden mit einer festlichen Veranstaltung im historischen Kurhaus begangen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Innenminister Alexander Dobrindt nahmen an den Feierlichkeiten teil. Der runde Geburtstag unterstrich nicht nur die tiefe Verwurzelung der Behörde in der Stadt, sondern auch ihre wachsende Bedeutung für die nationale Sicherheit.
Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden zudem Pläne für einen neuen BKA-Campus im Wiesbadener Stadtteil Ostfeld vorgestellt. Lokale Vertreter, darunter Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, bekräftigten ihre Unterstützung für das Vorhaben und betonten die langjährige Verbindung zwischen der Behörde und der Region.
Gegründet im Jahr 1951, bezog das BKA seinen ersten Hauptsitz in Wiesbaden mit zunächst nur 355 Mitarbeitenden, die in Provisorien arbeiteten. Über die Jahrzehnte entwickelte sich die Behörde von einer Koordinationsstelle für die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern zu einer zentralen Instanz im Kampf gegen Bedrohungen wie den Terrorismus der 1970er-Jahre, die organisierte Kriminalität und moderne Cyberrisiken. Heute beschäftigt das BKA über 7.000 Beschäftigte, von denen viele in Wiesbaden oder der umliegenden Rhein-Main-Region leben.
Die Jubiläumsveranstaltung am 12. März 2026 bot Raum für Fachvorträge und Diskussionen über die zukünftigen Aufgaben des BKAs. Oberbürgermeister Mende überbrachte im Namen der Stadt die Glückwünsche an die Behörde – anlässlich der 19. Delegiertenversammlung der Gewerkschaft der Polizei. Er bezeichnete die Präsenz des BKAs als Beleg für Wiesbadens Engagement für föderale Werte.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Ankündigung des Projekts "All in One" – ein moderner Campus im Ostfeld, der die verschiedenen Standorte der Behörde zusammenführen soll. Die Stadt unterstützt das Vorhaben, das die enge Verbindung zwischen dem BKA und Wiesbaden weiter stärken wird. Seit Generationen prägen die Beschäftigten und ihre Familien das lokale Leben und sind fester Bestandteil der Stadtgesellschaft.
Das 75-jährige Bestehen des BKAs festigte seinen Status als tragende Säule der Wiesbadener Sicherheitsarchitektur und des städtischen Gemeinwesens. Der geplante Campus in Ostfeld wird diese Partnerschaft weiter vertiefen und sicherstellen, dass die Behörde auch künftig eng mit der Stadt verbunden bleibt. Mit der fortgesetzten Unterstützung von Kommunalpolitik und Bürgerschaft wird der Einfluss des BKAs in Wiesbaden noch weiter wachsen.