05 April 2026, 04:04

Bombendrohung im ICE und Handwerker-Betrug: Zwei dramatische Fälle in NRW

Schwarz-weißes Foto eines älteren Mannes mit Hut und einer Frau, die zusammen gehen, wobei die Frau ein Objekt in der Hand hält.

Bombendrohung im ICE und Handwerker-Betrug: Zwei dramatische Fälle in NRW

Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt in zwei getrennten Fällen mit unterschiedlichen Tatmotiven

In einem Fall sieht sich ein 20-jähriger Mann schweren Vorwürfen ausgesetzt, nachdem er eine Bombendrohung gegen einen ICE-Zug ausgesprochen und Sprengsätze gezündet hat. Gleichzeitig wurde eine ältere Frau in der Region Opfer eines mutmaßlichen Betrügers, der sich als Handwerker ausgab.

Am Gründonnerstag soll ein 20-jähriger Deutscher einen Bombenanschlag auf einen ICE-Zug angedroht haben. Anschließend zündete er zwei Sprengkörper, wodurch zwölf Menschen leicht verletzt wurden. Die Behörden nahmen ihn wegen des Verdachts auf versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz in Gewahrsam. Die Staatsschutzabteilung der Bonner Polizei ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Zwar ist das Motiv noch unklar, doch gibt es Hinweise auf rechtsextreme Tendenzen sowie Anzeichen für eine psychische Erkrankung.

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In einem weiteren Vorfall klingelte ein unbekannter Mann an der Tür einer 83-jährigen Frau, als diese zu Hause war. Der Fremde gab sich als Handwerker aus und bot seine Dienste an. Die Seniorin willigte ein und begleitete ihn in den Keller, um ihm eine Stelle zu zeigen, die repariert werden musste. Nach der Besichtigung überredete der Mann sie, eine Anzahlung zu leisten, bevor er das Haus mit einem Fahrrad verließ.

Erst später bemerkte die Frau, dass ihre schwarze Lederbörse fehlte. Die Polizei beschreibt den Verdächtigen als 40- bis 45-jährigen Mann, etwa 1,80 Meter groß, von durchschnittlicher Statur, mit kurzen schwarzen Haaren und dunklen Augen. Die Kriminalinspektion 32 hat die Ermittlungen übernommen.

Der 20-jährige Tatverdächtige bleibt weiterhin in Untersuchungshaft, während die Ermittler seine Hintergründe und mögliche extremistische Verbindungen prüfen. Unterdessen fahnden die Behörden nach dem Mann, der die ältere Frau betrogen hat. Zeugen, die in beiden Fällen sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Quelle