06 May 2026, 16:05

Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer-Hof-Viertels zu autofreiem Kreativraum

Ein detaillierter Stadtplan mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer-Hof-Viertels zu autofreiem Kreativraum

Braunschweigs Großer-Hof-Viertel steht vor einem radikalen Wandel. Die Stadtverwaltung plant, das aktuell problematische Gebiet in ein lebendiges, autofreies Kreativquartier umzugestalten. Die Verantwortlichen sprechen von dringendem Handlungsbedarf – leerstehende Schulgebäude und überdimensionierte Parkflächen prägen derzeit das Bild.

Die Neugestaltung soll langjährige Missstände im Großer-Hof-Viertel beheben. Zwei geschlossene Schulen und ein Überangebot an Parkplätzen haben dem Stadtteil bisher jedes urbane Leben genommen. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Druck, schnell zu handeln.

Grundlage für das Projekt ist ein preisgekröntes Konzept eines Hamburger Architekturbüros, das 2024 einen Wettbewerb gewann. Geplant sind neue Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Räume für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen und kreative Unternehmen. Auch soziale Infrastruktur soll in die Umgestaltung einbezogen werden.

Die Finanzierung des 60-Millionen-Euro-Projekts kommt aus mehreren Quellen. Die Stadt stellt 7,9 Millionen Euro bereit und beantragt zusätzliche Mittel über das Bundes-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die restlichen Kosten sollen durch städtische Entwicklungsfonds gedeckt werden.

Bei einer Genehmigung würde die Umgestaltung einen tiefgreifenden Wandel für den Großer Hof einläuten. Die Stadt sieht darin die Chance, städtebauliche Fehler zu korrigieren und das Viertel für Anwohner:innen und Unternehmen neu zu beleben.

Ziel ist ein lebendiges, autoreduziertes Quartier mit Wohnraum, Kulturflächen und kreativen Arbeitswelten. Eine Bewilligung würde 60 Millionen Euro freisetzen – der Umbau soll das Viertel in den kommenden Jahren prägen. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, in der nächsten Förderperiode Landes- und Bundesmittel zu sichern.

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