10 April 2026, 14:09

Bundeselternrat fordert einheitliche Schüler-ID gegen Datenchaos bei Umzügen

Alte deutsche Regierungskarte mit handgeschriebenem Text und Logo oben.

Bundeselternrat fordert einheitliche Schüler-ID gegen Datenchaos bei Umzügen

Der Bundeselternrat setzt sich für eine bundesweite Schüleridentifikationsnummer ein, um Bildungsdaten in ganz Deutschland einheitlich zu erfassen. Derzeit kommt es häufig zu Verzögerungen und verlorenen Förderansprüchen, wenn Familien aufgrund unterschiedlicher Datensysteme der Bundesländer umziehen. Das Vorhaben zielt darauf ab, eine einheitliche Lösung zur Nachverfolgung des schulischen Werdegangs ohne bürokratische Hürden zu schaffen.

Familien, die innerhalb Deutschlands umziehen, stoßen immer wieder auf Probleme, wenn es um die Übermittlung der Schullaufbahn ihrer Kinder geht. Da die IT-Systeme der Bundesländer oft nicht kompatibel sind, folgen die Bildungsdaten den Schülerinnen und Schülern nicht nahtlos. In der Folge können Kinder den Zugang zu notwendiger Unterstützung verlieren, was zu Rückschlägen in ihrer schulischen Entwicklung führt.

Anne-Karin Schaffrath, Vorsitzende des Ausschusses für weiterführende und Mittelschulen im Bundeselternrat, bezeichnete die aktuelle Situation als inakzeptabel. Sie verwies darauf, dass bestehende digitale Systeme – wie die elektronische Patientenakte oder das ELSTER-Steuerportal – zeigen, dass eine ähnliche Lösung für den Bildungsbereich sowohl machbar als auch längst überfällig sei.

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Der Vorschlag des Rates sieht vor, jeder Schülerin und jedem Schüler eine eindeutige Identifikationsnummer zuzuweisen, um den Zugriff auf ihre bzw. seine schulische Vorgeschichte zu erleichtern. Dieses System würde als Grundlage für eine länderübergreifende Dokumentation dienen und Datenlücken bei Schulwechseln verhindern. Gleichzeitig betont der Entwurf die Notwendigkeit strenger Datenschutzmaßnahmen, um die persönlichen Informationen der Schülerinnen und Schüler zu schützen.

Sollte die bundesweite Schüler-ID eingeführt werden, würden viele der aktuellen Hindernisse für Familien beim Umzug zwischen den Bundesländern entfallen. Schulen und Behörden könnten Unterlagen effizienter austauschen, was die Unterbrechungen in der schulischen Laufbahn der Kinder verringern würde. Als nächsten Schritt wird sich der Bundeselternrat darauf konzentrieren, breitere Unterstützung für die Initiative zu gewinnen und gleichzeitig Bedenken zum Datenschutz auszuräumen.

Quelle