Camilla Kerslake über Schönheits-OPs und den Streit um Oper und Ballett
Julian HerrmannCamilla Kerslake über Schönheits-OPs und den Streit um Oper und Ballett
Die Sopranistin Camilla Kerslake hat sich diesen Monat zu zwei schwierigen Erlebnissen geäußert. Zunächst litt sie unter schweren Komplikationen nach einer kosmetischen Laserbehandlung. Anschließend verteidigte sie öffentlich Ballett und Oper, nachdem Schauspieler Timothée Chalamet deren kulturelle Bedeutung herabgewürdigt hatte.
Nur wenige Tage nach dem Eingriff besuchte sie eine Veranstaltung – ohne sichtbare Spuren der Verletzungen, obwohl ihr Gesicht zuvor verbrannt und blutend gewesen war. Kerslake hatte sich einer kostenlosen CO₂-Laserbehandlung unterzogen, um schlaffe Haut und Rosazea zu behandeln. Dabei wird die oberste Hautschicht abgetragen, um das Nachwachsen neuer Haut zu fördern. Doch bereits nach wenigen Stunden war ihr Gesicht noch immer rot und blutig, begleitet von starken Schmerzen.
Später beschrieb sie, wie sie tagelang aufrecht schlafen musste, um die Beschwerden zu lindern. Dennoch wirkte ihre Haut nur kurze Zeit später bei einem öffentlichen Auftritt wieder normal.
Unabhängig davon kritisierte Kerslake Timothée Chalamet scharf, nachdem dieser behauptet hatte, „niemanden interessieren“ Ballett und Oper. Ihre Reaktion reiht sich in die breite Empörung von Künstlern und Fans ein.
Auch privat musste sie Herausforderungen meistern: Als sie ihren zweiten Sohn, Hunter, zu Hause zur Welt bringen wollte, steckten die Hebammen im Stau fest. Nach der Geburt litt ihr älterer Sohn Wilder unter Eifersucht und hatte heftige Wutausbrüche.
Die Laserbehandlung führte bei Kerslake zu schweren, aber vorübergehenden Nebenwirkungen, doch ihre Haut heilte schnell. Ihre öffentliche Verteidigung von Ballett und Oper befeuerte die laufende Debatte über die Bedeutung der Künste.
Zu Hause muss sie nun den Spagat zwischen der Betreuung zweier kleiner Söhne und den Folgen des Eingriffs sowie ihrer öffentlichen Stellungnahmen bewältigen.






