CDU in Solingen fordert mehr Transparenz bei Mobbing und Cybermobbing an Schulen
Paul SimonCDU in Solingen fordert mehr Transparenz bei Mobbing und Cybermobbing an Schulen
Mobbing bleibt ein weit verbreitetes Problem an deutschen Schulen – aktuelle Studien unterstreichen das Ausmaß der Gewalt. Wie die PISA-Erhebung 2022 zeigt, geben 21 Prozent der 15-Jährigen im Land an, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Nun fordert die CDU in Solingen genauere Daten zu lokalen Fällen sowie zu Präventionsmaßnahmen in Kitas und Schulen der Stadt.
Im Mittelpunkt der CDU-Anfrage steht die Häufigkeit von Mobbing in Solingens Bildungseinrichtungen. Hochgerechnet auf die bundesweiten Zahlen ist etwa jedes sechste Schulkind betroffen – in der Stadt könnten demnach rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sein. Die Partei möchte zudem Auskunft über Personalausstattung und die Rolle von internen Fachkräften oder externen Anbietern in der Präventionsarbeit erhalten.
Ein weiteres wachsendes Problem ist Cybermobbing, insbesondere in Klassenchatgruppen. Die CDU fragt nach, wie Schulen diese digitalen Konflikte erfassen und angehen. Zudem interessiert sie, nach welchen Kriterien bestehende Anti-Mobbing-Programme bewertet werden und ob Langzeitdaten deren Wirksamkeit belegen.
Die Partei betont, dass die Anfrage nicht als Kritik an Lehrkräften oder Schulsozialarbeitern zu verstehen sei. Vielmehr gehe es um eine gemeinsame Suche nach besseren Lösungen. Konkrete Zahlen aus Solingen oder Nordrhein-Westfalen, wie viele Kinder in den vergangenen Jahren aufgrund von Cybermobbing medizinische oder psychologische Hilfe benötigten, liegen jedoch nicht vor.
Mit ihrer Initiative für mehr Transparenz und Handlungsansätze könnte die CDU das Thema Mobbingprävention in den kommenden Wochen ganz oben auf die politische Agenda Solingens setzen. Angesichts der hohen bundesweiten Mobbingraten steht die Stadt vor der Frage, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen – oder ob neue Wege nötig sind, um Schülerinnen und Schüler besser zu schützen. Im Fokus werden dabei sowohl klassische als auch digitale Formen der Schikane bleiben.






