Condor startet Insolvenzverfahren – doch Flüge laufen weiter wie geplant
Julian HerrmannCondor startet Insolvenzverfahren – doch Flüge laufen weiter wie geplant
Condor Holiday Fluggesellschaft hat offiziell Insolvenzverfahren eingeleitet, nachdem sie von dem Zusammenbruch ihrer früheren Muttergesellschaft, Thomas Cook, mitgerissen wurde. Das Amtsgericht Frankfurt am Main billigte den Schritt, doch die Airline sicherte sich ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von 380 Millionen Euro, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Lucas Flöther wurde nun zum endgültigen Insolvenzverwalter ernannt, um den Prozess zu begleiten.
Die Probleme der Fluggesellschaft begannen im September 2019, als Thomas Cook zusammenbrach. Condor, einst Teil des Konzerns, überstand die Krise durch eine Umstrukturierung der Finanzen und des Geschäftsbetriebs. Seither hat das Unternehmen seine Flotte mit modernen, sparsamen Airbus A330-900neo-Maschinen erneuert, sein Angebot verbessert und unter der neuen Führung eines europäischen Vermögensverwalters wieder stabile Rentabilität erreicht.
Der Flugbetrieb läuft weiterhin normal, und CEO Ralf Teckentrup betonte, das Ziel sei es, das Unternehmen mit seinen 4.900 Mitarbeitenden am Laufen zu halten. Um die Zukunft zu sichern, hat Condor eine Investorensuche gestartet und strebt an, bis zum ersten Quartal nächsten Jahres einen neuen Eigentümer zu finden.
Flöther bestätigte, dass die Sanierung in Eigenverwaltung gute Erfolgsaussichten habe. Das Überbrückungsdarlehen der KfW-Bank sorgt für finanzielle Stabilität, während die Airline an der Finalisierung ihrer langfristigen Pläne arbeitet.
Trotz des Insolvenzverfahrens bleibt Condor operativ – die Flüge finden wie geplant statt. Die Unternehmensführung konzentriert sich darauf, die Restrukturierung abzuschließen und einen Käufer zu finden, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren. Der Prozess wird zeigen, ob es dem Unternehmen gelingt, seine jüngste Profitabilität und Stabilität langfristig zu erhalten.






