Darmstadt ringt um stabile Mehrheit: Vier-Parteien-Bündnis ohne klare Perspektive
Paul SimonDarmstadt ringt um stabile Mehrheit: Vier-Parteien-Bündnis ohne klare Perspektive
Darmstadt hat am 15. März 2026 einen neuen Stadtrat gewählt. Seitdem hat sich ein Bündnis aus vier Parteien gebildet, doch dessen Mehrheit bleibt unsicher. Die Gruppe hat eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD ausdrücklich ausgeschlossen.
Dem Bündnis gehören CDU und SPD mit jeweils 11 Sitzen an, dazu kommen Uffbasse mit 5 und die FDP mit 3 Mandaten. Gemeinsam verfügen sie über 30 Sitze – sechs weniger als für eine absolute Mehrheit im Rat erforderlich. Bisher wurden weder eine feste Agenda noch ein formeller Koalitionsvertrag veröffentlicht.
SPD und CDU wollen mit Uffbasse und der FDP regieren. Ihre Zusammenarbeit soll auf gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Entscheidungen basieren. Unterdessen haben die Grünen drei alternative Koalitionsmodelle vorgeschlagen, die allesamt über stabile Mehrheiten verfügen. Zwar begrüßten sie die klare Absage an die AfD, äußerten jedoch Zweifel an der Stabilität des aktuellen Bündnisses.
Der Politikwissenschaftler Christian Stecker sieht in einer Minderheitsregierung durchaus Potenzial. Sein Urteil: Ein solches Modell könnte trotz fehlender klarer Mehrheit funktionieren.
Ungewiss bleibt, inwieweit die neue Koalition ihre politischen Vorhaben durchsetzen kann. Die Ablehnung der AfD prägt jedenfalls die politische Landschaft in Darmstadt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Bündnis auch ohne absolute Mehrheit handlungsfähig bleibt.






