14 March 2026, 12:06

Dietzenbach: 1.248 Wohnungen ohne Heizung und Warmwasser nach Lieferstopp

Eine Straße mit einem "Wasserstadt"-Schild, Gras, einem Zaun, einer Wand mit Text, Bäumen, Häusern mit Dächern und Fenstern, Masten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Dietzenbach: 1.248 Wohnungen ohne Heizung und Warmwasser nach Lieferstopp

Hunderte Bewohner des Dietzenbacher Stadtteils Spessart sind derzeit ohne Heizung und Warmwasser. Der Lieferstopp erfolgte nach einem erbitterten Streit über ausstehende Zahlungen zwischen dem lokalen Versorger und der Hausverwaltungsfirma FFM GmbH. Betroffen sind insgesamt 1.248 Wohnungen in fünf Hochhäusern, die plötzlich von der Versorgung abgeschnitten wurden.

Die Energieversorgung Dietzenbach GmbH (EVD) stellte die Wärmelieferungen ein, nachdem monatelange Verhandlungen gescheitert waren. Die für die Gebäudeverwaltung zuständige FFM GmbH schuldete dem Versorger rund 400.000 Euro für frühere Lieferungen. Trotz wiederholter Aufforderungen weigerte sich das Unternehmen, einen verbindlichen Rückzahlungsplan zu vereinbaren.

Seit Anfang September habe die FFM GmbH weniger als die Hälfte der fälligen 100.000 Euro beglichen, kritisierte die EVD-Geschäftsführung. Das Unternehmen habe sich in den Gesprächen als unzuverlässig und nicht vertrauenswürdig erwiesen. Da keine Einigung in Sicht war, griff der Versorger zu der drastischen Maßnahme und stellte die Leistungen ein.

Bürgermeister Dr. Dieter Lang unterstützte die Entscheidung der EVD und forderte von der FFM GmbH volle Transparenz. Er drängte das Unternehmen, eine Eigentümerversammlung einberufen und offenlegen, wie die Instandhaltungsrücklagen verwendet wurden. Unterdessen richtet die Stadt im Bildungszentrum Dietzenbach eine Beratungsstelle ein, um betroffenen Haushalten zu helfen. Zudem prüfen die Behörden zusätzliche Unterstützung für besonders hart Getroffene.

Die Heizungs- und Warmwasserversorgung bleibt für alle 1.248 Wohnungen im Spessartviertel vorerst unterbrochen. Die Bewohner müssen nun auf eine Lösung zwischen EVD und FFM GmbH warten. Bis dahin sollen die städtischen Hilfsangebote Betroffenen Orientierung und Entlastung bieten.

Quelle