07 May 2026, 14:08

"Dornröschen-Schlaf": Warum Deutschlands Bürokratie die Wirtschaft lähmt

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines zerfallenden Tunnels in den Ruinen der Berliner Mauer, mit Schutt auf dem Boden und einem Licht am Ende.

"Dornröschen-Schlaf": Warum Deutschlands Bürokratie die Wirtschaft lähmt

Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, hat eine drastische Warnung vor der Zukunft Deutschlands ausgesprochen. Er behauptet, das Land liege in einem „Dornröschen-Schlaf“, verursacht durch eine lähmende Bürokratie. Seine Kritik kommt zu einer Zeit, in der große Projekte jahrelange Verzögerungen erleben, während ausländische Konkurrenten deutlich schneller vorankommen.

Herrenknecht, dessen Unternehmen weltweit führend im Bau von Tunnelbohrmaschinen ist, verwies auf ein Logistikzentrum in Baden-Württemberg als beispielhaftes Problem. Das Vorhaben steckt seit dreieinhalb Jahren in der Planungsphase fest. Zum Vergleich: Ein ähnliches Projekt in Chennai, Indien, erhielt bereits nach nur drei Monaten die Genehmigung.

Der CEO ging noch weiter und erklärte, er könnte sein Unternehmen unter den heutigen Bedingungen wegen der überbordenden Vorschriften nicht mehr gründen. Sein Betrieb, der weltweit rund 5.500 Mitarbeiter beschäftigt, war an prestigeträchtigen Projekten wie dem Gotthard-Basistunnel und Stuttgart 21 beteiligt.

Über die Bürokratie hinaus kritisierte Herrenknecht auch gesellschaftliche Einstellungen. Er bezeichnete Deutschland als eine „Nation von Weicheiern mit überzogenen Ansprüchen“ und warnte, dass das Land ohne Kurskorrektur „geradewegs gegen die Wand fahre“.

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Herrenknechts Äußerungen spiegeln tiefe Sorgen über das deutsche Wirtschaftsumfeld wider. Zwar prägt sein Unternehmen weiterhin große Infrastrukturprojekte, doch argumentiert er, dass langsame Genehmigungsverfahren und kulturelle Verkrustungen das Land zurückwerfen. Der Vergleich mit dynamischeren Volkswirtschaften wie Indien unterstreicht die Dringlichkeit von Reformen.

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