Durchbruch in Freiberg: Aus E-Methanol wird klimaneutrales Benzin
Eine Delegation der TU Bergakademie Freiberg und der CAC ENGINEERING GmbH besuchte kürzlich das erste industriell betriebene E-Methanol-Werk der Welt in Kassø, Dänemark. Die Reise markiert einen bedeutenden Schritt im Rahmen des DeCarTrans-Projekts, das vom Bundesministerium für Verkehr gefördert wird.
Der Besuch in Kassø folgt auf einen Durchbruch in der Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe. Erstmals wurde dort erneuerbares E-Methanol aus Dänemark in der Pilotanlage in Freiberg in nahezu 23.000 Liter klimaneutrales Benzin umgewandelt. Dieses Methanol, hergestellt aus biogenem CO₂ und grünem Wasserstoff, der mit Ökostrom betrieben wird, wurde in der Benzinsynthese-Anlage Freibergs weiterverarbeitet.
Die Nutzung von E-Methanol erweitert den Umfang des Projekts, da es nun vollständig auf strombasierte Rohstoffe setzt. Das Teilprojekt der TU Bergakademie Freiberg, das mit 12,78 Millionen Euro gefördert wird, zielt darauf ab, die langfristige Machbarkeit der synthetischen Benzinproduktion zu demonstrieren. Bisher hat die Initiative bereits 253.700 Liter nachhaltigen Kraftstoff an ihre Partner geliefert.
Dr. Mario Kuschel, Leiter Forschung und Entwicklung bei CAC ENGINEERING, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Kassø. Er erklärte, dass ihr METHAFUEL-Verfahren nun vollständig auf einen industriell verfügbaren, strombasierten Kohlenstoffträger angewiesen sei. Professor Martin Gräbner, der den Lehrstuhl für Energieverfahrenschnik an der TU Bergakademie Freiberg leitet, bezeichnete den Einsatz von E-Methanol in der Pilotanlage als zukunftsweisenden Meilenstein.
Der Erfolg des Projekts bei der Umwandlung von E-Methanol in kohlenstoffneutrales Benzin unterstreicht seinen Demonstrationswert. Mit fortlaufender Förderung und industriellen Partnerschaften rückt die Initiative näher an den Nachweis der Machbarkeit einer großtechnischen Produktion synthetischer Kraftstoffe heran.






