Eintracht Frankfurt in der Transferfalle: Warum die Kritik an der Verkaufspolitik wächst
Julian HerrmannDies ist Uli Hoeneß' Rat an Eintracht bezüglich Transfers - Eintracht Frankfurt in der Transferfalle: Warum die Kritik an der Verkaufspolitik wächst
Eintracht Frankfurt gerät wegen Transferpolitik in die Kritik
Nach Jahren, in denen der Verein immer wieder Leistungsträger verkauft hat, sieht sich Eintracht Frankfurt mit wachsender Kritik an seiner Transferstrategie konfrontiert. In der aktuellen Saison kämpft der Club sowohl in nationalen als auch in europäischen Wettbewerben mit Schwächen. Nun hat sich Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu Wort gemeldet und die Frankfurter aufgefordert, ihre Herangehensweise bei Spielerverkäufen und teuren Neuzugängen grundlegend zu überdenken.
Seit 2020 hat Eintracht Frankfurt zwischen zehn und fünfzehn Topspieler abgegeben, darunter einige der lukrativsten Transfers der Vereinsgeschichte. 2021 wechselte André Silva für rund 23 Millionen Euro zu RB Leipzig, ein Jahr später folgte Josua Zirkzee für etwa 15 Millionen Euro zum FC Bologna. 2023 schloss sich Evan Ndicka der AS Rom für einen ähnlichen Betrag an, während der Wechsel von Randal Kolo Muani zu Paris Saint-Germain im vergangenen Jahr etwa 95 Millionen Euro in die Kassen spülte.
Hoeneß warnte, dass der wiederholte Abgang von Schlüsselspielern die langfristige Stabilität des Teams untergrabe. Als positives Beispiel nannte er die Bereitschaft des FC Bayern, gezielt in Weltklasse-Spieler wie Harry Kane zu investieren. Der ehemalige Bayern-Boss bezeichnete Kane als globalen Botschafter und Vorbild für junge Talente – ein Ansatz, den Frankfurt seiner Meinung nach verfolgen sollte.
Der Verein hat in dieser Saison bereits Konsequenzen gezogen: Nach einer Serie schwacher Ergebnisse wurde Cheftrainer Dino Toppmöller im Januar entlassen und durch Albert Riera ersetzt, um die Wende einzuleiten.
Frankfurts aktuelle Probleme fallen in eine Phase häufiger Abgänge von Leistungsträgern. Hoeneß' Ratschlag unterstreicht die Risiken einer Strategie, die auf Spielerverkäufe setzt, statt auf den Aufbau eines starken Kaders. Die nächsten Schritte des Clubs werden zeigen, ob er seine Ausrichtung anpasst – oder weiter auf dem bisherigen Weg bleibt.






