Elfjähriger rettet Halles Spielplatz vor Tiefgaragen-Plänen
Ein elfjähriger Junge wehrt sich gegen Abrisspläne für einen beliebten Spielplatz in Halle (Saale)
Jonathan hat sich bei einer Stadtratssitzung gegen den geplanten Abriss des Paulus-Spielplatzes ausgesprochen – aus Sorge, dass das Gelände einer Tiefgarage weichen soll. Sein Einsatz kam zu einem Zeitpunkt, als lokale Politiker über Lösungen für die Parkplatzknappheit in der Gegend diskutierten.
Die Stadt hat nun bestätigt, dass der Spielplatz erhalten bleibt – allerdings mit umfangreichen Veränderungen.
Der Streit begann, als bekannt wurde, dass der Paulus-Spielplatz durch eine unterirdische Parkanlage ersetzt werden sollte. Alternativ war auch ein ähnlicher Bau am Rathenauplatz im Gespräch, doch diese Pläne wurden wegen der hohen Kosten verworfen.
Während einer Ratssitzung äußerte Jonathan seine Besorgnis über den Verlust eines wichtigen Gemeinschaftsorts. Seine Worte lenkten die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des Spielplatzes für Familien aus der Nachbarschaft. Kurze Zeit später kündigte Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt an, dass an der Stelle keine Garage entstehen werde.
Stattdessen wird die Stadt über eine Million Euro in die Sanierung des Paulus-Spielplatzes investieren. Während der Bauarbeiten werden Teile des Geländes vorübergehend gesperrt, doch nach Abschluss der Modernisierung soll der Spielplatz wieder voll zugänglich sein. Parallel sucht Halle weiterhin nach Standorten für neue Parkhäuser in anderen stark frequentierten Stadtteilen, um das Verkehrsaufkommen zu entlasten.
Nach der Renovierung bleibt der Paulus-Spielplatz erhalten – die Befürchtungen vor einem Abriss sind damit vom Tisch. Die Entscheidung der Stadt folgt auf öffentlichen Widerstand und wirtschaftliche Bedenken gegenüber den Parkplatzplänen. Während die Arbeiten laufen, können sich die Anwohner auf ein verbessertes Areal freuen, während die Verwaltung anderswo nach Parklösungen sucht.






