EU plant digitalen Identitätsnachweis – Start für 2027 mit Risiken und Chancen
Greta WernerEU plant digitalen Identitätsnachweis – Start für 2027 mit Risiken und Chancen
Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem namens EU-Digitaler Identitätsnachweis (EU Digital Identity Wallet). Damit sollen Bürger ihre Identität nachweisen und Dokumente sicher verwalten können. Das Projekt befindet sich bereits in der Testphase, der Start ist für Anfang 2027 geplant.
Der EU-Digitale Identitätsnachweis wird es Nutzern ermöglichen, ihre Identität sowohl online als auch offline zu bestätigen. Zudem können sie persönliche Daten speichern und kontrollieren, während sie digitale Dienstleistungen nutzen. Das System basiert auf gemeinsamen Standards und soll sich mit bestehenden elektronischen Ausweissystemen in den Mitgliedstaaten verknüpfen lassen.
Eine im April von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellte Altersverifikations-App wurde kurz nach ihrer Präsentation gehackt. Diese App soll später mit dem EU-Digitalen Identitätsnachweis verknüpft werden. Die Nutzung des digitalen Ausweises ist freiwillig, könnte aber mit dem Rückgang des Bargelds und der Einführung des Digitalen Euro an Bedeutung gewinnen.
Trotz der Versprechen zu mehr Sicherheit setzt die EU auf Verschlüsselung für den digitalen Nachweis, erwägt gleichzeitig aber auch Möglichkeiten, diese zu schwächen – etwa durch Client-seitiges Scannen. Datenschützer warnen, dass dies bei Missbrauch Massenüberwachung und Repression ermöglichen könnte.
Der EU-Digitale Identitätsnachweis soll im Januar 2027 an den Start gehen. Er verspricht eine sichere und einfache Identitätsprüfung für europäische Bürger. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich des Überwachungspotenzials und der Risiken, die jüngste Sicherheitslücken aufgezeigt haben.






