21 March 2026, 18:04

EZB und Bundesbank planen digitalen Euro für mehr europäische Zahlungssouveränität

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere auf einem weißen Hintergrund.

EZB und Bundesbank planen digitalen Euro für mehr europäische Zahlungssouveränität

Europa treibt Pläne für einen digitalen Euro voran, um Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsanbietern zu verringern. Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) geführte Projekt zielt darauf ab, eine europäische Alternative zu den von den USA dominierten Systemen zu schaffen. Offizielle Stellen betonen, dass die digitale Währung das Bargeld ergänzen – nicht ersetzen – soll.

Die Einführung eines digitalen Euro gewinnt an Dringlichkeit, da derzeit zwei Drittel aller europäischen Transaktionen über US-Unternehmen abgewickelt werden. Burkhard Balz, Mitglied des Vorstands der Bundesbank, bezeichnete ihn als einen "digitalen Zwilling des Bargelds" und nicht als Ersatz. Der Schritt folgt auf Jahre der Untätigkeit des Marktes, da die Privatwirtschaft es versäumt hat, eine europaweite Zahlungslösung zu entwickeln.

Die EZB und sechs nationale Zentralbanken, darunter die Bundesbank, arbeiten nun gemeinsam an der notwendigen Infrastruktur. Dazu gehört auch der im März 2026 vorgestellte "Appia"-Fahrplan des Eurosystems, der die Schritte hin zu einem tokenisierten Finanzökosystem skizziert. Ziel ist es, die europäische Zahlungssouveränität zu stärken und die Abhängigkeit von Unternehmen wie Visa und Mastercard zu verringern.

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Unterdessen verteidigt die Bundesbank ihre Praxis, einen Teil der deutschen Goldreserven im Ausland zu lagern. Kritiker monieren mangelnde Transparenz bei den Beständen, doch die Behörde versichert, dass die Reserven – die in wichtigen Finanzzentren wie New York und London gelagert werden – sicher und bei Bedarf schnell verfügbar seien.

Noch in diesem Jahr soll eine politische Entscheidung über den digitalen Euro fallen. Bei einer Genehmigung würde das System Europa mehr Kontrolle über seine Finanztransaktionen geben. Bundesbank und EZB betonen weiterhin, dass Bargeld auch künftig parallel zur digitalen Option verfügbar bleiben wird.

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