02 April 2026, 10:05

Falsche Kanzlei "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Finanzbetrug erneut

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Falsche Kanzlei "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Finanzbetrug erneut

Betrügerische Kanzlei "betrugsrecht.de" lockt Opfer von Finanzbetrug mit falschen Versprechungen

Eine gefälschte Anwaltskanzlei mit dem Namen betrugsrecht.de zielt auf Opfer von Finanzbetrug ab und lockt sie mit der falschen Hoffnung, verlorene Gelder zurückzuholen. Die Website gibt vor, auf die Rückerstattung von Geldern bei Anlagebetrug, Krypto-Scam und Liebesbetrug spezialisiert zu sein – doch Ermittler warnen: Es handelt sich um eine weitere Betrugsmasche.

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Der Schwindel beginnt mit dem Angebot einer kostenlosen Fallprüfung und der Zusicherung einer Rückerstattung im Erfolgsfall. Die Opfer werden anschließend angewiesen, ein Konto auf der Krypto-Börse Kraken zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzuzahlen, um eine Rückbuchung einzuleiten. Die Gelder werden jedoch nie erstattet.

Die Website betrugsrecht.de gibt eine Berliner Adresse an, doch unter diesem Namen ist dort keine Kanzlei gemeldet. Die Domain wurde am 24. Dezember 2025 verlängert, wobei die Besitzerdaten vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Die im Impressum genannte Firma GSCP Verwaltungs GmbH ist im Bereich Unternehmensbeteiligungen tätig – nicht in Rechtsdienstleistungen.

Die Fotos der angeblichen Mitarbeiter sind KI-generiert, und der vermeintliche Gründer Dr. Thomas Weber taucht nicht im offiziellen deutschen Anwaltsregister auf. Die Behörden bestätigen: Es gibt keine echte Kanzlei, keine Ermittler und keine zurückerstatteten Krypto-Gelder. Die gesamte Operation dient einzig dazu, bereits Geschädigten weiteres Geld zu entlocken.

Die Wiederbeschaffung gestohlener Kryptowährungen ist aufgrund technischer und rechtlicher Hürden notorisch schwierig. Zwar liegen für Deutschland keine genauen Zahlen zu solchen Betrugsfällen vor, doch Schweizer Verbraucherschutzorganisationen verzeichneten einen Anstieg ähnlicher Vorfälle im September 2024 und September 2025.

Betroffene werden dringend aufgefordert, umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten, jeden Kontakt zu den Betrügern abzubrechen und alle Kommunikationsbeweise zu sichern.

Die gefälschte Kanzlei betrugsrecht.de nutzt die Verzweiflung von Betrugsopfern aus, indem sie falsche Hoffnung auf finanzielle Entschädigung macht. Die Behörden betonen, dass kein seriöser Dienstleister Vorauszahlungen in Kryptowährung für Erstattungen verlangt. Geschädigte sollten den Betrug melden und jeden weiteren Kontakt mit den Tätern meiden.

Quelle