05 June 2026, 18:59

Familienministerin Prien warnt vor Bildschirmzeit und mangelnder Sprachförderung bei Kindern

Prien offen für Gesetz gegen Bildschirmzeit für Kleinkinder

Familienministerin Prien warnt vor Bildschirmzeit und mangelnder Sprachförderung bei Kindern

Bundesfamilienministerin Karin Prien hat Bedenken hinsichtlich der Entwicklung und Bildung von Kindern in Deutschland geäußert. Sie warnt davor, dass übermäßige Bildschirmzeit und unzureichende frühe Förderung junge Lernende in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Zu ihren Vorschlägen gehören strengere Regeln für die Nutzung digitaler Medien sowie bessere Überprüfungen vor der Einschulung.

Prien verweist auf einen besorgniserregenden Trend: Immer mehr Kinder zeigen Verzögerungen in sprachlichen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten. Sie hält es für inakzeptabel, dass etwa jedes vierte Kind die Grundschule verlässt, ohne ausreichend lesefähig zu sein. Um dem entgegenzuwirken, fordert sie verbindliche Sprach- und Entwicklungschecks um den vierten Geburtstag eines Kindes – gestützt auf das Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz.

Die Ministerin setzt sich zudem für gesetzliche Begrenzungen der Bildschirmzeit ein. Ihres Erachtens sollten Kinder unter drei Jahren gänzlich auf digitale Geräte verzichten. Prien argumentiert, dass Eltern oft unterschätzen, wie stark ihr eigenes Verhalten – etwa exzessive Handynutzung – das Wachstum ihrer Kinder beeinflusst.

Gemeinsam mit Landesvertretern will sie den Rückgang grundlegender Kompetenzen stoppen, der durch die IQB-Bildungstrendstudie belegt wurde. Ihr Plan umfasst regelmäßige Leistungsüberprüfungen in den Fächern Lesen, Schreiben und Mathematik. Gezielte Förderung im Jahr vor der Einschulung könnte ihrer Meinung nach besonders für Kinder mit besonderem Förderbedarf einen entscheidenden Unterschied machen.

Priens Konzepte zielen auf frühe Interventionen und klarere Grenzen im digitalen Bereich ab. Falls umgesetzt, würden die Maßnahmen eine engere Begleitung der kindlichen Entwicklung sowie eine stärkere Elternberatung erfordern. Das Ziel: die Grundkompetenzen verbessern und die Zahl der Schülerinnen und Schüler verringern, die in der Primarstufe den Anschluss verlieren.

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