Frankfurt stiftet neuen Demokratiepreis mit europäischer Strahlkraft
Neuer Preis für Demokratie und europäische Einheit startet diesen Herbst in Frankfurt am Main
Ab diesem Herbst wird in Frankfurt am Main ein neuer Preis verliehen, der Demokratie und europäische Einheit würdigt: der Europäische Paulskirchenpreis für Demokratie. Damit sollen Personen und Initiativen ausgezeichnet werden, die mit Mut für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und ein vereintes Europa eintreten. Ab dem 1. September können Vorschläge eingereicht werden – der Bewerbungszeitraum läuft zwei Monate.
Der Name des Preises geht auf die Frankfurter Paulskirche zurück, in der 1848/1849 die erste demokratisch gewählte deutsche Nationalversammlung tagte. Viele der dort diskutierten Ideen – etwa die Grundrechte – prägten später das Grundgesetz. Künftig wird die Stadt den Preis alle zwei Jahre verleihen, beginnend im Mai 2026.
Bewerbungen sind bis zum 30. November online auf Deutsch, Englisch oder Französisch möglich. Zugelassen sind Einzelpersonen, Organisationen, zivilgesellschaftliche Gruppen, Vereine oder Institutionen, die sich in herausragender Weise für Demokratie, Freiheit oder den Rechtsstaat engagieren.
Eine 12-köpfige Jury, zu der Persönlichkeiten wie die ehemalige Bundesministerin Julia Klöckner und der frühere Verfassungsrichter Andreas Voßkuhle gehören, entscheidet über die Preisträgerin oder den Preisträger. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, um die Arbeit der Ausgezeichneten zu unterstützen.
Die erste Verleihung des Europäischen Paulskirchenpreises für Demokratie findet 2026 statt. Mit der Initiative unterstreicht Frankfurt seine historische Rolle für die deutsche Demokratie und setzt gleichzeitig ein Zeichen für europäische Werte. Der Nominierungsprozess beginnt am 1. September, die Entscheidung trifft eine hochkarätig besetzte Jury.






