Frankfurter Straßenbahnlinie 17 könnte bald bis Langen fahren – Machbarkeitsstudie entscheidet
Paul SimonFrankfurter Straßenbahnlinie 17 könnte bald bis Langen fahren – Machbarkeitsstudie entscheidet
Frankfurts Pläne zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 bis nach Langen sind einen Schritt näher gerückt. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Projekt machbar ist, und der Magistrat der Stadt empfiehlt nun, mit einer detaillierten Machbarkeitsstudie voranzuschreiten. Eine endgültige Entscheidung über die Finanzierung dieser nächsten Phase soll noch in diesem Monat fallen.
Die geplante Verlängerung würde sich über 9,4 Kilometer erstrecken, wobei Gutachter und die Verkehrsgesellschaft TraffiQ eine Route über den Nordring bevorzugen, die als "Variante L 5" bekannt ist. Falls genehmigt, wird sich die Machbarkeitsstudie auf die direkteste Verbindung zwischen der Asklepios-Klinik und dem Bahnhof Langen konzentrieren. Ziel der Analyse ist es, ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1,0 zu bestätigen – eine Voraussetzung, um bis zu 90 Prozent Bundesförderung für die Infrastruktur zu erhalten.
Die Studie soll bis Mitte 2024 abgeschlossen sein und wird voraussichtlich 90.000 Euro kosten, die bereits im Stadthaushalt eingeplant sind. Allerdings kann jeder Partner des Kooperationsvertrags nach Prüfung der Ergebnisse noch aussteigen. Zwar gibt es noch keine offizielle Kostenschätzung für diese Verlängerung, doch ein vergleichbares Projekt, die Regionaltangente West, wurde 2012 auf etwa 500 Millionen Euro beziffert.
Die Stadträte werden am Donnerstag, dem 28. September, in der Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen, ob die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird.
Falls die Studie durchgeführt wird, liefert sie genauere Daten zu Kosten, Streckenführung und Finanzierungsmöglichkeiten. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Straßenbahnverlängerung in die formelle Planungsphase übergeht. Bis dahin bleibt das Projekt von politischer Zustimmung und finanziellen Bewertungen abhängig.