15 March 2026, 20:04

Frankfurts neuer Plan: Wie der Paradieshof endlich wiederbelebt werden soll

Ein detaillierter alter Stadtplan mit Gebäuden, Straßen und Text, der eine geplante Entwicklung am unteren Rand anzeigt.

Frankfurts neuer Plan: Wie der Paradieshof endlich wiederbelebt werden soll

Frankfurt unternimmt einen neuen Anlauf, um das seit langem leer stehende Paradieshof in der Paradiesgasse 23 wiederzubeleben. Der Stadtrat hat ein neues konzeptionelles Vergabeverfahren beschlossen, um eine nachhaltige Nutzung für das seit 2008 ungenutzte Gebäude zu finden. Bis zu 4,5 Millionen Euro an Investitionszuschüssen könnten bereitstehen – verbunden mit Mietpreisbremse für zukünftige Mieter.

Der aktuelle Vorstoß folgt auf mehrere gescheiterte Pläne, darunter ein aufgegebenes Theaterprojekt und eine nicht umgesetzte Designschule. Diesmal streben die Verantwortlichen eine gemischte Nutzung an, die Wohnraum, Gewerbe und Kulturflächen verbindet und gleichzeitig das Umfeld aufwertet.

Die Stadt hatte das Paradieshof 2010 im Rahmen des Sanierungsprogramms Alt-Sachsenhausen erworben. Frühe Versuche, das Gelände neu zu nutzen, scheiterten: Ein 2010 ausgeschriebener Architekturwettbewerb für die Volksbühne Frankfurt platzte wegen Finanzierungslücken, und ein 2015 vom European School of Design gewonnenes Konzeptverfahren kam nie über die Planungsphase hinaus.

Nun setzt die Stadt auf einen breiteren Ansatz. Gesucht wird ein Konzept, das das Gebäude in das Viertel integriert und die bestehenden Nutzungen rund um den Paradiesplatz ergänzt. Im Mittelpunkt stehen gemischte Nutzungsformen mit Wohnungen, Restaurants, Kulturstätten oder Dienstleistungsbetrieben. Einige Politiker fordern zwar einen stärkeren kulturellen Schwerpunkt, doch konkrete Pläne für ein Theater oder eine Veranstaltungshalle gibt es derzeit nicht.

Ab dem 20. Mai startet das Verfahren mit einem offenen Aufruf zur Teilnahme. Die Bewerbungsunterlagen werden auf der Website der Stadt und im Portal des Amts für Bau und Immobilien verfügbar sein. Ziel ist es, den Stadtteil Alt-Sachsenhausen zu beleben und das Gebäude sowohl öffentlichen als auch privaten Bedürfnissen gerecht werden zu lassen.

Das Vergabeverfahren ist ein weiterer Versuch, das seit über 15 Jahren brachliegende Gelände zu entwickeln. Gelingt das Vorhaben, könnte es neuen Wohnraum, Gewerbe und kulturelles Leben in die Gegend bringen. Die mit Mietpreisbremse verknüpften 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern sollen eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung anregen.

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