Fraport will bis 2045 alle Flughäfen ohne CO₂-Kompensation klimaneutral machen
Julian HerrmannFraport will bis 2045 alle Flughäfen ohne CO₂-Kompensation klimaneutral machen
Fraport setzt neues Klimaziel: CO₂-Neutralität bis 2045 – ohne Kompensationsmaßnahmen
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat ein ehrgeiziges neues Klimaziel vorgelegt. Das Unternehmen strebt an, alle Flughäfen, an denen es mehrheitlich beteiligt ist, bis 2045 klimaneutral zu gestalten – und zwar ohne den Einsatz von CO₂-Kompensationsprojekten. Betroffen sind neben Frankfurt auch 14 griechische Flughäfen sowie Standorte in Slowenien, Bulgarien, Brasilien und Peru.
Das aktualisierte Ziel umfasst das gesamte globale Netzwerk von Fraport. In Europa gehören dazu Frankfurt, Ljubljana, Burgas, Varna und die 14 griechischen Flughäfen. Außerhalb Europas erstreckt sich der Plan auf Lima in Peru sowie Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien.
Deutliche Fortschritte in Frankfurt – verschärfte Ziele bis 2030 Bereits jetzt hat Fraport die Emissionen am Frankfurter Flughafen deutlich reduziert. Im Jahr 2001 verursachten die Bodenoperationen noch über 300.000 Tonnen CO₂. Bis 2022 sank dieser Wert auf rund 116.000 Tonnen. Ursprünglich wollte das Unternehmen die Emissionen bis 2030 auf 75.000 Tonnen drücken – nun wurde dieses Ziel auf 50.000 Tonnen für dasselbe Jahr verschärft.
Klimaneutralität durch direkte Maßnahmen statt Kompensation Um bis 2045 vollständig klimaneutral zu werden, setzt Fraport auf zentrale Stellschrauben: den Umstieg auf erneuerbare Energien, die Modernisierung der Gebäudetechnik und die schrittweise Umstellung der Fahrzeugflotte auf elektrische Antriebe. Bewusst verzichtet das Unternehmen dabei auf CO₂-Kompensation und konzentriert sich stattdessen auf direkte Emissionsminderungen.
Die überarbeitete Strategie sieht nicht nur strengere Zwischenziele vor, sondern auch ein klares Langfristziel. Betroffen sind mehr als 17 Flughäfen weltweit – von Deutschland bis Südamerika. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Reduzierung der Emissionen durch betriebliche Effizienzsteigerungen statt durch externe Ausgleichsmaßnahmen.






