11 June 2026, 02:04

Frasers bietet 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Hugo Boss-Übernahme

Frasers Group macht ein 1,7 Milliarden Pfund-Angebot, um Hugo Boss zu kaufen

Frasers bietet 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Hugo Boss-Übernahme

Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für die vollständige Übernahme von Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet die verbleibenden 74 Prozent der Anteile am deutschen Modehaus mit 38 Euro pro Aktie. Hugo Boss ist bekannt für seine hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires.

Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Frasers rechnet mit einem Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 – vorausgesetzt, alle notwendigen Freigaben werden erteilt. Zur Finanzierung des Angebots sowie der damit verbundenen Kosten hat das Unternehmen eine Kreditlinie bei mehreren Banken vereinbart.

Frasers hält bereits einen beträchtlichen Anteil an Hugo Boss. Nach deutschen Übernahmebestimmungen ist ein Pflichtangebot für alle Aktien fällig, sobald die 30-Prozent-Schwelle überschritten wird. Die Gruppe betrachtet Hugo Boss als eine ihrer fünf wichtigsten Marken und ist seit Langem an dem Unternehmen beteiligt.

Hugo Boss verzeichnete Ende 2025 starke finanzielle Kennzahlen: Die Bruttovermögenswerte lagen bei 3,7 Milliarden Euro, das Nettovermögen bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Umsatz erreichte fast 4,3 Milliarden Euro, während das EBITDA bei 782 Millionen Euro lag.

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Frasers-CEO Michael Murray nahm nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Sein Ausschluss begründete sich mit seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss.

Das Barangebot gilt für alle ausstehenden Aktien, die nicht bereits im Besitz von Frasers sind. Bei Erfolg würde die Übernahme das Markenportfolio des Einzelhändlers weiter stärken. Der Zeitplan für den Abschluss hängt von der Erfüllung aller rechtlichen und finanziellen Auflagen ab.

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