Freiburgs mutige Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt geht an den Start
Philipp HuberFreiburgs mutige Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt geht an den Start
Die Stadt Freiburg startet eine Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ Damit will sie die alltägliche Realität von Misshandlung, der Frauen, Kinder sowie queere und trans Personen in der Region ausgesetzt sind, thematisieren. Die Initiative wird mit Plakaten, Social-Media-Aktionen und öffentlichen Veranstaltungen in der ganzen Stadt sichtbar sein.
Gewalt in Freiburg zeigt sich in vielen Formen – von häuslicher Gewalt über sexuelle Belästigung und digitale Übergriffe bis hin zu Angriffen im öffentlichen Raum. Die Kampagne soll Betroffene bestärken, über Hilfsangebote informieren und die Öffentlichkeit für diese Probleme sensibilisieren.
Oberbürgermeister Martin Horn betonte, dass die Aktion Betroffene ermutigen solle, Unterstützung zu suchen. Sie ist Teil einer umfassenderen Strategie, die gemeinsam mit lokalen Organisationen entwickelt wurde. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass Gewalt oft unsichtbar bleibe, aber dennoch ein dringendes Problem darstelle.
Das Projekt orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt sowie einen besseren Schutz für Betroffene fordert. Alle Kampagnenmaterialien verweisen deutlich auf Beratungs- und Hilfsangebote. Die Mekriba-Stiftung, eine wichtige Unterstützerin der Initiative, setzt sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen ein.
Die Kampagne wird Betroffene an konkrete Anlaufstellen für Hilfe und Beratung verweisen. Zudem soll sie das öffentliche Bewusstsein für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt schärfen. Die Stadt hofft, dass die Initiative zu mehr Sensibilität und greifbarer Unterstützung für diejenigen führt, die sie am dringendsten benötigen.
