23 May 2026, 06:04

Gastronomie in der Krise: Nur noch 16 Prozent der Betriebe bilden aus

Gewerkschaft warnt vor 'Ausbildungsapathie' in Offenbachs Gastgewerbe

Gastronomie in der Krise: Nur noch 16 Prozent der Betriebe bilden aus

Gastronomiebranche verzeichnet drastischen Rückgang bei Ausbildungsplätzen – nur 16 Prozent der Betriebe bilden aus

Die Gastronomie- und Hotelbranche steht vor einem massiven Einbruch bei den Ausbildungsmöglichkeiten: Nur noch 16 Prozent der Unternehmen bundesweit bieten Lehrstellen an – der niedrigste Wert aller Wirtschaftszweige. Dies wirft Fragen nach der Fähigkeit des Sektors auf, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert nun die Arbeitgeber in Offenbach auf, endlich gegenzusteuern.

Die NGG-Regionalstelle Rhein-Main benennt ein wachsendes Problem: eine „Ausbildungsmüdigkeit“ unter Gastronomen und Hoteliers. Wie Hendrik Hallier, Geschäftsführer der Gewerkschaft, kritisiert, investieren zu wenige Betriebe in die Ausbildung junger Fachkräfte. Entscheidend sei es, nicht nur Stellen zu besetzen, sondern attraktive Ausbildungsbedingungen zu schaffen – „denn nur so sichert die Branche ihre Zukunft“.

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Umfragen zeigen, dass Auszubildende in den Berufen Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin ihre Ausbildung regelmäßig am schlechtesten aller dualen Berufsausbildungen bewerten. Zwar bieten noch 48 Prozent der Betriebe im Lebensmittel- und Getränkebereich Lehrstellen an, doch der Rest der Gastronomie hinkt deutlich hinterher. Vor allem kleine Unternehmen scheitern oft an den hohen Anforderungen – etwa wegen fehlender Ressourcen.

Die Gewerkschaft betont, dass bessere Bezahlung, Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen die Rekrutierung von Azubis erleichtern würden. Doch das grundlegende Problem bleibt das schlechte Image der Branche, das viele Bewerber:innen abschreckt. Die NGG richtet ihren Appell gezielt an Offenbachs Gastronomiebetriebe und drängt auf mehr Engagement für die Ausbildung. Ohne grundlegende Veränderungen droht der Branche ein weiterer Abwanderung von Nachwuchskräften in attraktivere Sektoren. Die Warnungen der Gewerkschaft unterstreichen: Es braucht sowohl schnelle Verbesserungen als auch langfristige Strategien, um das Ansehen der Gastronomie wiederherzustellen.

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