Girocard wird 2027 mit In-App-Zahlungen und Altersprüfung revolutioniert
Julian HerrmannGirocard wird 2027 mit In-App-Zahlungen und Altersprüfung revolutioniert
Das Girocard-Zahlungssystem in Deutschland wird seine Funktionen deutlich ausbauen – mit mehreren neuen Features. Dazu gehören In-App-Zahlungen, Altersverifizierung für Alkoholkäufe sowie eine bessere Kompatibilität mit Dienstleistungen wie Mietbuchungen und Bonusprogrammen.
Ab Anfang 2027 können Girocard-Nutzer direkt in Apps bezahlen. Zudem wird eine Händler-Whitelist eingeführt, um die Sicherheit dieser Transaktionen zu erhöhen. Die kartenausgebenden Banken haben ihre Systeme bereits für die Umstellung vorbereitet.
Ein weiteres Novum ist die elektronische Altersprüfung beim Kauf von Alkohol. Damit lässt sich das Mindestalter des Käufers während des Bezahlvorgangs zuverlässig verifizieren.
Ab dem kommenden Jahr wird die Girocard auch für die Buchung von Mietwagen und Hotelzimmern nutzbar sein. Zudem laufen Gespräche, das System in die Apps großer Lebensmittelhändler zu integrieren. Auch Payback Pay, das bisher nur Lastschrift und Kreditkarten unterstützt, wird bald Girocard-Zahlungen akzeptieren.
Die physische Girocard bleibt weiterhin erhältlich, doch Nutzer können künftig auf digitale Varianten umsteigen. Aktuell sind rund 100 Millionen Girocards in Deutschland im Umlauf. Die neuen Funktionen verursachen für die Kunden keine zusätzlichen Kosten.
Mit der Erweiterung der Girocard-Funktionen soll das Zahlungsmittel vielseitiger werden. Es ermöglicht dann In-App-Käufe, altersbeschränkte Transaktionen sowie Buchungen für Reisen und Unterkünfte. Die Updates werden schrittweise eingeführt – ohne Gebühren für die Karteninhaber.
