30 June 2026, 12:07

Gorleben: Atommüll-Zwischenlager soll bis 2054 weiterlaufen – trotz Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben: Atommüll-Zwischenlager soll bis 2054 weiterlaufen – trotz Sicherheitsbedenken

Atommüll-Zwischenlager Gorleben könnte weitere 20 Jahre betrieben werden

Die Laufzeit des deutschen Zwischenlagers für atomaren Abfall in Gorleben könnte um weitere zwei Jahrzehnte verlängert werden. Die aktuelle Genehmigung läuft 2034 nach vierzig Jahren Betrieb aus. Die Verlängerung wird nötig, da sich die Suche nach einem Endlager über das Zieljahr 2031 hinaus verzögert.

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Im Lager befinden sich derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Müll, darunter abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle aus Kernkraftwerken. Die Behälter trafen zwischen 1995 und 2011 in dreizehn Transporten ein – jeder davon löste massive Proteste aus.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat die Verlängerung der Betriebsgenehmigung beantragt. Das Unternehmen argumentiert, dass regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen alle zehn Jahre die Anlagensicherheit gewährleisten. Zudem helfe die Verlängerung, Fachwissen bei Mitarbeitenden und Beteiligten zu erhalten.

Kritik gibt es an der langfristigen Sicherheit des Lagers. Die oberirdische Halle weist dünnere Wände und Decken auf als neuere Standorte: Die Wände sind nur 50 Zentimeter, die Dachplatte lediglich 20 Zentimeter dick. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt vor Risiken für die Standfestigkeit und die Sicherheit.

Bei einer Genehmigung könnte Gorleben bis 2054 in Betrieb bleiben. Da sich die Suche nach einem Endlager verzögert, wird die Anlage deutlich länger benötigt als ursprünglich geplant. Die Entscheidung liegt nun bei den Aufsichtsbehörden, die die Sicherheits- und Betriebsargumente prüfen.

Quelle