Goslar testet Tempo-30-Zone für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof
Goslar führt ab 9. April sechsmonatige Testphase für Tempo-30-Zone ein
Ab dem 9. April testet Goslar für sechs Monate eine Tempo-30-Zone (30 km/h) auf der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Ziel des Modells ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof zu verbessern. Die Initiative wird von Anwohnern, dem Quartiersverein und dem Stadtrat unterstützt.
In der Testzone gilt künftig die Regelung "Rechts vor Links", die das bisherige Vorfahrtssystem auf diesen Straßen ersetzt. Während der sechsmonatigen Phase sind keine geschwindigkeitsüberwachenden Maßnahmen vorgesehen. Stattdessen setzt die Stadt auf die Mitwirkung von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren.
Angestrebt wird eine Verkehrsflussverlangsamung auf ein V85-Niveau von 36 km/h – das bedeutet, dass 85 Prozent der Fahrzeuge höchstens diese Geschwindigkeit fahren sollten. Zwar liegen keine genauen Unfallzahlen der vergangenen drei Jahre öffentlich vor, doch die Stadt plant, die Auswirkungen der Zone durch regelmäßige verkehrsstatistische Erhebungen zu überwachen. Detaillierte Daten können jedoch über offizielle Kanäle bei der Polizei Niedersachsen angefordert werden.
Goslar ruft alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, ihren Beitrag zu leisten, um den Verkehr zu beruhigen und die Sicherheit besonders für vulnerable Gruppen zu erhöhen. Das Projekt ist Teil umfassender Bemühungen, ein lebenswerteres städtisches Umfeld im Stadtteil zu schaffen.
Die Testphase läuft bis Oktober, wobei die Stadt Veränderungen im Verkehrsverhalten und in der Sicherheit dokumentiert. Bei Erfolg könnte das Modell zu einer dauerhaften Geschwindigkeitsreduzierung in dem Gebiet führen. Anhand der gesammelten Daten werden die Verantwortlichen über weitere Schritte für die Ohlhofbreite und die Kurt-Schumacher-Allee entscheiden.






