Grevenbroich kämpft gegen steigende Kreisumlagen und drohende Haushaltskürzungen
Paul SimonGrevenbroich kämpft gegen steigende Kreisumlagen und drohende Haushaltskürzungen
Grevenbroich steht unter wachsendem Finanzdruck: Steigende Kreisumlagen belasten den Haushalt
Bis 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen in Grevenbroich voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die Pflichtabgabe an den Rhein-Kreis Neuss zu decken. Bürgermeister Klaus Krützen fordert nun dringend Maßnahmen, um die Kommunen zu entlasten.
Die Kreisumlage ist ein jährlicher Festbetrag, den die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss zur Finanzierung regionaler Leistungen entrichten müssen. Zwar sichert sie wichtige kreisweite Aufgaben, doch die steigenden Kosten zwingen Kommunen wie Grevenbroich zu Kürzungen bei lokalen Prioritäten. Betroffen sind Schulen, Kitas, Straßen und soziale Programme.
Krützen schlägt vor, im Kreishaushalt eine verbindliche Sparvorgabe von zwei Prozent – einen sogenannten globalen Minderaufwand – zu verankern, um die finanzielle Belastung der Städte zu begrenzen. Zudem unterstützt er Forderungen kommunaler Spitzenverbände nach einer gesetzlichen Sparregel zum Schutz der kommunalen Finanzen.
Der Bürgermeister betont, dass starke Kommunen entscheidend seien für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Demokratie. Der Rhein-Kreis Neuss müsse aktiv dazu beitragen, den Finanzdruck auf seine Städte zu verringern. Krützen stellt seinen Vorschlag als Frage der Gerechtigkeit dar: Es gehe um einen solidarischen Beitrag, um die Zukunft aller Gemeinden im Kreis zu sichern.
Die steigende Kreisumlage schränkt Grevenbroichs Handlungsspielraum für wichtige Investitionen immer weiter ein. Ohne Gegensteuerung drohen dem Haushalt bis 2026 weitere Kürzungen. Krützens Initiative für kreisweite Sparziele könnte darüber entscheiden, ob lokale Dienstleistungen und Infrastruktur die nötige Finanzierung erhalten.






