Grünes Licht für Radschnellweg FRM8 zwischen Hanau und Frankfurt
Die Pläne für die 20 Kilometer lange Radschnellverbindung Südmain (FRM8) zwischen Hanau und Frankfurt haben einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. Eine Machbarkeitsstudie hat nun die bevorzugte Trassenführung bestätigt – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
Die geplante Strecke beginnt am Deutschherrnufer in Frankfurt am Main, folgt der Gerbermühlstraße, verläuft parallel zur Bahnstrecke Frankfurt Süd–Aschaffenburg und führt durch Offenbach über die Frankfurter Straße, Marienstraße und Feldstraße. Von dort aus geht es in Richtung Mühlheim am Main entlang der Mühlheimer Straße (B 43), weiter über Schillerstraße und Fichtestraße, bevor Hanau über die Offenbacher Landstraße (B 43), den Pedro-Jung-Park und „Am Steinheimer Tor“ erreicht wird.
Lokale Verantwortliche begrüßen den Fortschritt. Sabine Groß, Oberbürgermeisterin von Offenbach, bezeichnete die Route als „attraktiven Radkorridor“, der Frankfurt, Offenbach und Hanau verbindet. Stefan Majer, Frankfurter Verkehrsdezernent, betonte, dass die Verbindung eine direkte Anbindung zwischen Frankfurt und Offenbach abseits des Mains schafft. Thomas Morlock, Hanauer Stadtrat, hob das Potenzial hervor, Autofahrten zu ersetzen und den Straßenverkehr zu entlasten.
Rouven Kötter, Erster Stellvertretender Verbandsdirektor des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, nannte die Studie einen „entscheidenden Schritt“. Daniel Tybussek, Bürgermeister von Mühlheim am Main, ergänzte, dass sie die Grundlage für eine verbesserte Mobilität im Rhein-Main-Gebiet lege. Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil, zeigte sich zufrieden mit der Studie als „erstem großen Schritt“ hin zur Radschnellverbindung. Claudia Jäger, Erste Beigeordnete des Kreises Offenbach, erklärte, die Studie schließe die erste Planungsphase für die Strecke von Hanau nach Frankfurt ab.
Das Projekt wird voraussichtlich 38,7 Millionen Euro kosten und fünf bis acht Jahre in Anspruch nehmen. Aufgrund unterschiedlicher Planungs- und Genehmigungsanforderungen erfolgt die Umsetzung in Abschnitten.
Die FRM8 soll die Radinfrastruktur in der Region deutlich verbessern und Pendlerinnen und Pendlern zwischen Hanau und Frankfurt eine schnellere, autofreie Alternative bieten. Mit dem Erhalt der notwendigen Genehmigungen wird der Bau schrittweise beginnen.
