Hessen steht still: Öffentlicher Dienst ruft zum Warnstreik am Freitag auf
Philipp HuberHessen steht still: Öffentlicher Dienst ruft zum Warnstreik am Freitag auf
Öffentlich Beschäftigte in Hessen bereiten Warnstreik für diesen Freitag vor
Am kommenden Freitag wollen Beschäftigte im öffentlichen Dienst Hessens zu einem Warnstreik aufrufen. Organisiert wird die Aktion von der Gewerkschaft ver.di und richtet sich gegen Ministerien, Behörden sowie das Hessische Staatstheater. Die Arbeitnehmer fordern höhere Löhne, mehr Jobsecurity und bessere Arbeitsbedingungen – und zwar für alle Beschäftigten, einschließlich Auszubildender und Praktikanten.
Der Streik beginnt um 10 Uhr am Schiller-Denkmal vor dem Staatstheater in Wiesbaden. Die Gewerkschaft verlangt für rund 58.000 Beschäftigte eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Zudem wird eine Jahresprämie in Höhe eines vollen Monatsgehalts gefordert.
Auch Auszubildende und Praktikanten haben eigene Forderungen: Praktikanten sollen künftig eine Wohnkostenpauschale von 50 Euro erhalten, während Auszubildende 200 Euro monatlich zusätzlich sowie eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung verlangen. Werkstudierende fordern ebenfalls, in Tarifverträge einbezogen zu werden.
Die Gewerkschaft besteht darauf, dass eine mögliche Lohnvereinbarung zeitgleich auch für Beamte gelten muss. Ziel ist es, faire Bezahlung und stabile Arbeitsverhältnisse für alle Generationen im öffentlichen Dienst durchzusetzen.
Mit dem Streik am Freitag soll Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden, um die zentralen Forderungen zu erfüllen. Bei Erfolg würden die Änderungen zu höheren Löhnen, besseren Prämien und mehr Jobsecurity führen. Zudem könnte das Ergebnis einen Präzedenzfall für die Behandlung von Auszubildenden und Praktikanten in künftigen Verhandlungen schaffen.






