Hessen verstärkt Kampf gegen Rechtsextremismus mit Rekordzahlen bei Präventionsmaßnahmen
Paul SimonHessen verstärkt Kampf gegen Rechtsextremismus mit Rekordzahlen bei Präventionsmaßnahmen
Hessen geht verstärkt gegen Rechtsextremismus vor
In Hessen hat die Prävention von Rechtsextremismus in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Das Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus (Korex) hat seine Arbeit seit 2021 beträchtlich ausgeweitet. Schulen und Bildungseinrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt der Maßnahmen.
Korex wurde 2008 gegründet, um mit Aufklärung und Beratung gegen rechtsextreme Tendenzen vorzugehen. Zu seinen Angeboten zählen Workshops, Beratungsgespräche und Schulungen – vor allem an Schulen. Während das Zentrum 2021 noch 55 Veranstaltungen durchführte, waren es 2024 bereits 281 – eine Verfünffachung innerhalb von nur drei Jahren.
Im vergangenen Jahr organisierte Korex 259 Veranstaltungen, ein leichter Rückgang gegenüber 2024, aber immer noch deutlich mehr als in den Jahren davor. Der starke Anstieg der Aktivitäten folgte auf einen Regierungswechsel in Hessen Anfang 2024, der die Extremismusprävention neu in den Fokus rückte.
Auch der hessische Verfassungsschutz hat seine Bemühungen intensiviert. 2023 führte die Behörde 18 Aufklärungsveranstaltungen in kulturellen und bildungsnahen Einrichtungen durch. 2024 waren es bereits 120, und 2025 stieg die Zahl auf 166 – eine neuneinhalbfache Steigerung innerhalb von nur zwei Jahren.
Die gemeinsamen Anstrengungen von Korex und Verfassungsschutz zeigen einen klaren Aufwärtstrend in der Extremismusprävention. Schulen und Kultureinrichtungen erhalten heute deutlich mehr Unterstützung als noch vor wenigen Jahren. Der politische Kurswechsel 2024 hat diese Initiativen offenbar beschleunigt.






