21 March 2026, 04:04

Hessens Staatsforsten: Mehr Holzeinschlag nach Ende des Fällverbots 2025

Ein Plakat, das eine Karte der US-Dürre vom 10. Januar 2023 zeigt, mit begleitendem Text und Logos.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Staatsforsten: Mehr Holzeinschlag nach Ende des Fällverbots 2025

Holzeinschlag in Hessens Staatsforsten stieg 2025 leicht an

Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den hessischen Staatswäldern leicht zu: Rund 1,49 Millionen Kubikmeter Holz wurden geschlagen. Der Anstieg folgte auf die Aufhebung des Fällverbots im Jahr 2024, das seit 2020 zum Schutz der Buchenwälder gegolten hatte. Neue Daten zeigen nun die langfristigen Folgen von Dürre und Sturmschäden für diese Wälder.

Das vorübergehende Fällverbot für Buchen war 2020 eingeführt worden, um klimaresistente Forstwirtschaftsstrategien zu entwickeln. Als die Beschränkungen 2024 gelockert wurden, nahm der Einschlag wieder zu – allerdings mit spürbaren Konsequenzen. Bis März 2026 waren die von Buchen dominierten Flächen um etwa 15 Prozent geschrumpft: von 120.000 Hektar im Jahr 2020 auf rund 102.000 Hektar. Stürme in den Jahren 2024–2025 und der erhöhte Holzeinschlag trugen zu diesem Rückgang bei.

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Der Einschlag von Laubholz, insbesondere von Buchen, stieg 2025 nach Ende des Verbots um etwa 25 Prozent an. Gleichzeitig ging der Nadelholzeinschlag um rund 6 Prozent zurück. Der Großteil der Fällarbeiten fand zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 statt, da HessenForst die Maßnahmen so legte, um Bodenschäden während der Wintermonate zu vermeiden. Diese Anpassung steht im Einklang mit den allgemeinen Bestrebungen, die Wälder in stabilere Mischwälder umzuwandeln.

Auch die verzögerten Auswirkungen vergangener Dürreperioden werden nun sichtbar. Buchen zeigen oft erst Jahre nach extremer Hitze Stresssymptome, und aktuelle Bewertungen bestätigen eine Verschlechterung der Schäden. Diese langfristigen Folgen prägen heute die Bewirtschaftung der Staatsforsten.

Die Einschlagzahlen von 2025 spiegeln sowohl Erholungsbemühungen als auch die anhaltenden Herausforderungen durch klimabedingten Stress wider. Da die Buchenwälder seit 2020 um 15 Prozent geschrumpft sind, passt HessenForst weiterhin seine Praktiken an, um Holzversorgung und Ökosystemresilienz in Einklang zu bringen. Die aktuellen Daten unterstreichen, wie vergangene Wetterextreme die Waldgesundheit noch heute beeinflussen.

Quelle