Hessens Straßen nach dem Winter: Tausende Schlaglöcher und überlastete Budgets
Julian HerrmannStraßen zerfetzt - Kampf gegen Schlaglöcher - Hessens Straßen nach dem Winter: Tausende Schlaglöcher und überlastete Budgets
Hessens Straßen in desolatem Zustand nach hartem Winter
Die Straßen in Hessen sind in diesem Jahr nach einem extremen Winter in deutlich schlechterem Zustand als sonst. Strenge Fröste, Schnee und heftiger Regen haben tausende neue Schlaglöcher verursacht. Städte und Reparaturtrupps kommen mit den Schäden kaum noch nach.
Der ständige Wechsel aus Eis, Schnee und plötzlicher Tauwetterperiode hat die Fahrbahnen rissig und brüchig zurückgelassen. Allein in Frankfurt sind die Schadensmeldungen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent gestiegen. Die Stadt hat zusätzliche Reparaturteams eingesetzt, doch die Arbeit bleibt enorm. Gefährliche Schäden werden zwar innerhalb von fünf Tagen behoben, doch die Kosten werden die des letzten Winters bereits jetzt übersteigen.
Auch Wiesbaden verzeichnet einen ähnlichen Anstieg: Über 5.000 Schlaglöcher wurden gemeldet – deutlich mehr als die üblichen 3.000. Die Stadt hat rund 230.000 Euro für Notreparaturen ausgegeben, doch das Budget ist nahezu aufgebraucht. Offizielle Zahlen zeigen, dass 42 Kommunen in Hessen ihre Mittel für Straßeninstandhaltung bereits erschöpft haben oder kurz davorstehen.
Kassel hat seine Reparaturmannschaften verdoppelt und setzt nun zwei Teams statt eines ein. Darmstadt kämpft ebenfalls mit mehr Schäden als sonst, die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum späten Frühling andauern. Hessenmobil, die Landesstraßenbehörde, verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Mängel und kontrolliert Hauptverkehrsadern mindestens einmal pro Woche.
Fulda hingegen verzeichnet nur moderate Schäden, die in etwa denen der Vorjahre entsprechen. Dennoch hat der Großteil Hessens mit deutlich schlechteren Bedingungen zu kämpfen als sonst.
Der extreme Winter hat die Straßen in Hessen in einen kritischen Zustand versetzt. Mit ausgereizten Budgets und im Dauereinsatz befindlichen Teams werden die Reparaturen noch Monate dauern. Viele Städte warnen bereits, dass die Kosten die ursprünglichen Schätzungen deutlich übersteigen werden.