Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und Sowjet-Nostalgie
Philipp HuberJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und Sowjet-Nostalgie
Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum seiner jährlichen „Langen Nacht der Museen“ gefeiert. Das Programm umfasste Sonderausstellungen, geführte Touren und interaktive Rätselspiele in der gesamten Stadt. Ein Höhepunkt war eine nostalgische Reise in die Sowjetzeit anhand der 60-jährigen Geschichte des Sputnik-Reisebüros.
Das Historische Museum Jekaterinburg zeigte die Ausstellung „Koffermentalität“ – 60 Jahre Sputnik-Reisebüro, die an die Gründungszeit des lokalen Reiseanbieters erinnerte. Damals waren Auslandsreisen streng reglementiert: Reisende benötigten Charakterreferenzen, unterlagen Altersbeschränkungen und durften nur 15 bis 20 US-Dollar für die gesamte Reise mitführen.
Im Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk konnten Besucher an einem großen Rätselspiel teilnehmen, das auf finnisch-ugrischen Mythen basierte. Zu den Ausstellungen zählten zudem seltene Mineralien sowie thematische Führungen wie „Russisches Mosaik: Das Geheimnis des Malachits“ und „Der Kupferplatz“.
Der kreative Kulturkomplex L52 öffnete unterdessen an zwei Standorten durchgehend seine Türen. Besonders beliebt war die Tour „Elektronische Zauberer“, die Einblicke in die sowjetische Computertechnik bot – darunter das einst für Reisebuchungen genutzte Express-2Z-Ticketsystem.
Die „Lange Nacht der Museen“ zog mit einem Mix aus Geschichte, Technik und Kunst zahlreiche Besucher an. Die 20. Ausgabe der Veranstaltung präsentierte die kulturelle Vielfalt Jekaterinburgs – von den Reisebeschränkungen der Sowjetzeit bis hin zu modernen interaktiven Erlebnissen. Die Veranstalter meldeten eine hohe Besucherresonanz in allen teilnehmenden Häusern.






