Junge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG und Elterngeld
Philipp HuberJunge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG und Elterngeld
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (CDU), hat die Regierung aufgefordert, die geplante Rentenanpassung zu reduzieren. Sein Argument: Dadurch würden Mittel für BAföG-Leistungen und Elterngeld freigesetzt. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Unterstützung für junge Familien zu sichern, während die Renten dennoch über der Inflationsrate steigen sollen.
Winkel kritisierte die aktuelle Planung, nach der die Renten um 4,2 Prozent steigen sollen, während gleichzeitig die Streichung des BAföG droht. Zudem verwies er darauf, dass die ursprünglich zur Abschaffung vorgesehenen Elterngeldleistungen nun stattdessen gekürzt werden sollen. Diese Entscheidungen belasteten die jüngere Generation unzumutbar, so Winkel.
Im Koalitionsvertrag waren ursprünglich Erhöhungen für Renten, BAföG und Elterngeld vereinbart worden. Winkel schlägt nun vor, die Rentenerhöhung auf 3 Prozent zu begrenzen – was immer noch über der Inflation läge. Durch diese Anpassung, so seine Schätzung, würden rund fünf Milliarden Euro frei.
Er forderte die Regierung auf, die jüngeren Menschen in den Fokus zu rücken und die eingesparten Mittel zu nutzen, um die BAföG-Wohnkostenzuschüsse anzupassen und Kürzungen beim Elterngeld zu verhindern. In einem direkten Appell rief er die Verantwortlichen dazu auf, sich „für die junge Generation zusammenzureißen“.
Winkels Plan sieht vor, die Renten um 3 Prozent statt um 4,2 Prozent zu erhöhen, sodass die Inflation dennoch übertroffen wird. Die zusätzlichen Mittel sollten dann dem BAföG zugutekommen und das Elterngeld vor Kürzungen schützen. Sein Vorschlag setzt auf einen Ausgleich der Unterstützung zwischen den Generationen.






