07 May 2026, 06:04

Jungheinrichs Absturz: Marktkapitalisierung schrumpft um 30 Prozent in Rekordzeit

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsgeschwader" in blau, alles von einem weißen Rand umgeben und mit der Schrift "48. Versorgungsgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrichs Absturz: Marktkapitalisierung schrumpft um 30 Prozent in Rekordzeit

Jungheinrich verzeichnet starken Wertverlust – Marktkapitalisierung bricht um fast 30 Prozent ein

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Staplerhersteller Jungheinrich kämpft mit einem deutlichen Rückgang seines Marktwerts: Seit Ende 2025 hat sich die Börsenkapitalisierung des Unternehmens um nahezu 30 Prozent verringert. Auch die Erträge brachten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr einen Einbruch um die Hälfte. Führungswechsel und operative Herausforderungen verschärfen den Druck auf den Hamburger Traditionsbetrieb.

Heike Wulff, die Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten war, verlässt das Unternehmen vorzeitig – noch vor dem ursprünglichen Ende ihres Vertrages am 1. Mai 2027. Der Aufsichtsrat und Wulff einigten sich darauf, ihr Mandat nicht zu verlängern, was zu ihrem vorzeitigen Ausscheiden führt. CEO Lars Brzoska übernimmt vorübergehend die Leitung des Finanzressorts, während nach einer Nachfolge gesucht wird.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens haben sich durch verschärften Wettbewerb und einen Streik am Produktionsstandort Lüneburg weiter zugespitzt. Beide Faktoren trugen maßgeblich zum deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal bei.

Die Eigentumsstruktur von Jungheinrich bleibt zwischen öffentlicher und privater Kontrolle aufgeteilt: Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden im MDAX gehandelt, während sich die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien je zur Hälfte im Besitz der Familien der beiden Töchter des Unternehmensgründers befinden. Gemeinsam halten diese Familien 53 Prozent der Gesamtaktien.

Mit einer aktuellen Marktbewertung von rund 2,6 Milliarden Euro steht Jungheinrich nun vor der Aufgabe, sowohl finanzielle als auch operative Hürden zu überwinden. Brzoskas interimistische Führung im Finanzbereich wird eine Schlüsselrolle spielen, während das Unternehmen nach einer dauerhaften Lösung sucht. Wie diese Veränderungen wirken, wird den weiteren Weg des Herstellers in einem schwierigen Marktumfeld prägen.

Quelle