21 March 2026, 02:05

Kurt Beck greift Cem Özdemir an – SPD setzt auf Tradition vor Rheinland-Pfalz-Wahl

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Kurt Beck wirft Özdemir eine 'peinliche' Kampagne vor - Kurt Beck greift Cem Özdemir an – SPD setzt auf Tradition vor Rheinland-Pfalz-Wahl

Rheinland-Pfalz stimmt am Sonntag über ein neues Landesparlament ab – Ex-Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) mischt sich mit scharfer Kritik an Grünen-Politiker Cem Özdemir in den Wahlkampf ein. Becks Äußerungen kommen, während er den aktuellen SPD-Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer im bevorstehenden Urnengang unterstützt.

Beck regierte Rheinland-Pfalz von 1994 bis 2013 als Ministerpräsident. Nun hat er sich gegen Özdemir ausgesprochen, der Anfang März die Landtagswahl in Baden-Württemberg für sich entschied. Beck bezeichnete Özdemirs Wahlkampftaktik als "peinlich" und warf ihm vor, sich bewusst von der Linie seiner Partei abgesetzt zu haben.

Özdemir hatte sich im Wahlkampf deutlich von der Bundesebene der Grünen distanziert. Er warb für eine "pragmatische Klimapolitik, die mit der Wirtschaft und nicht gegen sie" arbeite, versprach Bürokratieabbau und Senkungen der Unternehmenssteuern. Statt auf strenge Klimavorgaben zu setzen, inszenierte er sich als gemäßigter Führungspolitiker – gar mit formulierten "Wir"-Botschaften, um auch CDU-Wähler anzusprechen.

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Beck argumentiert, Özdemir habe die Ideologie seiner Partei gezielt abgelehnt. Gleichzeitig betonte er, dass der SPD-Kandidat in Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, einen solchen Kurs nicht verfolgen werde. Schweitzer stehe "treu zur SPD" und werde deren Politik nicht öffentlich infrage stellen, so Beck.

Am Sonntag trifft Schweitzer auf den CDU-Herausforderer Gordon Schnieder. Becks Unterstützung unterstreicht den SPD-Versuch, Geschlossenheit zu demonstrieren – und zugleich Özdemirs eigenständigen Kurs als Gegenentwurf zu präsentieren.

Die Wahl wird über die nächste Landesregierung in Rheinland-Pfalz entscheiden. Becks Kritik an Özdemir macht deutlich: Die SPD setzt auf eine kampagne im Einklang mit den Parteiwerten. Schweitzers Linie, gestützt von Beck, signalisiert damit eine Rückkehr zu traditioneller SPD-Politik – statt zu Özdemirs gemäßigter Neuausrichtung.

Quelle