Lada Deutschland schließt endgültig seine Pforten nach jahrzehntelanger Präsenz
Paul SimonLada Deutschland schließt endgültig seine Pforten nach jahrzehntelanger Präsenz
Lada Deutschland GmbH stellt endgültig den Betrieb ein
Die Lada Deutschland GmbH, einst ein wichtiger Akteur auf dem deutschen Automarkt, hat ihre Türen für immer geschlossen. Das Unternehmen, das in den 1990er-Jahren maßgeblich dazu beitrug, Kia in Deutschland zu etablieren, befindet sich nun in der finalen Phase der Insolvenz.
Der Niedergang begann 2019, als AvtoVAZ die Lieferung von Lada-Fahrzeugen in die EU einstellte. Die Modelle erfüllten nicht die Abgasnorm Euro 6d-TEMP, und eine Nachrüstung der Motoren erwies sich als wirtschaftlich nicht tragbar. Nach diesem Rückschlag versuchte Lada Deutschland, sich mit dem Fokus auf das Geländefahrzeug Niva über Wasser zu halten.
Doch die Verkaufszahlen brachen weiter dramatisch ein – auf nur noch wenige Dutzend Fahrzeuge pro Jahr. Die Lage verschärfte sich 2022, als die Lieferungen von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland nach Deutschland vollständig zum Erliegen kamen. Sanktionen und logistische Hindernisse machten Importe unmöglich und ließen dem Unternehmen keine Möglichkeit, den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Ohne Neuwagen oder Ersatzteile war für Lada Deutschland kein Weiterbestehen mehr möglich. Die Schließung des Unternehmens markiert das Ende einer Ära für die Marke in Deutschland. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens werden die verbleibenden Vermögenswerte nun liquidiert.






