Leroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle der umstrittenste Nationalspieler
Julian HerrmannLeroy Sané bleibt trotz WM-Quali-Heldenrolle der umstrittenste Nationalspieler
Die Diskussion über Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft hat sich seit seiner Nominierung im vergangenen Jahr weiter zugespitzt. Trotz seiner entscheidenden Beiträge hält sich die Kritik an seinen Leistungen – selbst nach starken Mannschaftsergebnissen – hartnäckig.
Sané spielte im November eine Schlüsselfunktion bei der WM-Qualifikation Deutschlands. In dem entscheidenden Spiel gegen die Slowakei erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Dennoch stand sein Name nach dem zweiten Spiel gegen die Elfenbeinküste im Mittelpunkt der Kritik.
Öffentliche Unterstützung erhält Sané von Mannschaftskapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann. Beide loben seinen Arbeitseinsatz und seine defensiven Leistungen. Auch Nationalspieler Jamie Leweling weigerte sich, Sané in Medieninterviews zu kritisieren.
Kritiker argumentieren, Sanés Wechsel in die türkische Liga und seine dortigen Leistungsschwankungen machten ihn für die WM ungeeignet. Ex-Kapitän İlkay Gündoğan warnte, dass ständige Kritik einem kreativen Spieler wie Sané schaden könne. Unterdessen stand Nadiem Amiri von Mainz vor der Presse, ohne auf die Konkurrenz mit Jamal Musiala um die Position des „Zehners“ einzugehen.
Sanés wichtige Tore und Vorlagen haben seine Kritiker nicht zum Schweigen gebracht. Die Fixierung auf ihn als Sündenbock für die Probleme der Nationalmannschaft bleibt ungewöhnlich ausgeprägt. Vor dem Turnier zeigt sich keine Beruhigung der Debatte.
