Lissabons genialer Aprilscherz: Strenge Regeln für Aussichtspunkte – doch alles nur ein Streich
Philipp HuberLissabons genialer Aprilscherz: Strenge Regeln für Aussichtspunkte – doch alles nur ein Streich
Lissabon kündigt drastische neue Regeln für seine beliebtesten Aussichtspunkte an – doch es handelt sich um einen Scherz
Lissabon hat vermeintlich strenge neue Vorschriften für seine gefragtesten Aussichtsplattformen bekannt gegeben. Ab April sollten Besucher mit Zeitlimits, ticketbasiertem Zugang und sogar Strafen bei Überschreitung der Aufenthaltsdauer rechnen. Die Stadt begründete die Maßnahmen damit, das sogenannte "Sunset-Squatting" zu unterbinden und die Plätze für alle zugänglich zu halten.
Doch die Ankündigung entpuppte sich als ausgeklügelter Aprilscherz der Plattform Lisboa Secreta. Der gefälschte Plan sah strenge Kontrollen an vier berühmten Aussichtspunkten vor: Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara. Ab Mai sollten gläserne Drehkreuze mit intelligenter Technologie Besuchszeiten auf 20 Minuten begrenzen. Ein Ampelsystem würde das Ende der erlaubten Zeit anzeigen, Zuwiderhandelnde riskierten verschlossene Tore und ein Bußgeld von 15 Euro – getauft auf die "TOEEC" (Steuer auf übermäßige Inanspruchnahme panoramischer Flächen).
Einwohner mit Steuerregistrierung in historischen Stadtteilen hätten einen Sonderausweis erhalten, der ihnen Wartezeiten erspart und längere Aufenthalte ermöglicht hätte. Die eingenommenen Bußgelder sollten die tägliche Reinigung der hochtechnisierten Aussichtspunkte finanzieren.
Die Reaktionen in der Stadt fielen gemischt aus. Einige Anwohner unterstützten die Idee und argumentierten, sie würde Überfüllung verringern. Andere kritisierten sie als übertrieben oder undurchführbar. Die Testphase sollte am 1. April 2023 beginnen – ein deutlicher Hinweis auf den wahren Charakter des Scherzes.
Obwohl sich die Geschichte als Falschmeldung herausstellte, löste sie eine echte Debatte über den Tourismus in Lissabon aus. Tatsächlich leiden viele Aussichtspunkte unter Überlastung, besonders bei Sonnenuntergang. Der Streich zeigte, wie weit manche gehen würden, um Menschenmassen zu steuern – selbst wenn die Lösung nie real war.






