Lufthansa trotzt Iran-Konflikt: Gewinnprognose bleibt trotz Treibstoffkosten stabil
Philipp HuberLufthansa trotzt Iran-Konflikt: Gewinnprognose bleibt trotz Treibstoffkosten stabil
Lufthansa hält Gewinnprognose für 2026 trotz steigender Treibstoffkosten durch Iran-Konflikt unverändert
Trotz der durch den Iran-Konflikt bedingten höheren Spritkosten hat die Lufthansa ihre Gewinnprognose für 2026 nicht angepasst. Zudem verzeichnete die Airline im ersten Quartal ein geringeres Defizit als erwartet, was den Aktienkurs um bis zu 8 Prozent steigen ließ.
Der bereinigte operative Verlust im ersten Quartal belief sich auf 612 Millionen Euro – ein besseres Ergebnis als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Die Umsätze stiegen um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, blieben damit jedoch hinter der Schätzung von 9,3 Milliarden Euro zurück.
Allein in diesem Jahr sind die Treibstoffkosten bereits um 1,7 Milliarden Euro gestiegen, getrieben durch den anhaltenden Krieg im Iran. Um die Belastung zu mindern, strich Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan. Das Unternehmen betonte, dass die Jahresprognose von stabilen Treibstofflieferungen und dem Ausbleiben weiterer Arbeitsniederlegungen abhängt.
Langfristig strebt die Lufthansa für den Zeitraum zwischen 2028 und 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent an. Zudem erwartet das Unternehmen, dass der bereinigte operative Gewinn 2026 den Wert von 1,96 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertreffen wird.
Die Anleger reagierten positiv: Bis Mittwochvormittag stiegen die Aktien im Frankfurter Handel um 6 bis 8 Prozent. Die Quartalsergebnisse übertrafen die Erwartungen und dämpften die Sorgen über die gestiegenen Treibstoffkosten. Dennoch bleibt die Jahresprognose an die Vermeidung weiterer Störungen geknüpft. Analysten werden nun besonders auf Anzeichen für Stabilität bei der Treibstoffversorgung und in den Arbeitsbeziehungen achten.






