Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit VR-Technologie
Philipp HuberLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit VR-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Schulungstool für Piloten vor
Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena haben die Lufthansa Group und Airbus ein innovatives digitales Trainingswerkzeug für Piloten präsentiert. Das System nutzt ein VR-Headset und einen Laptop, um eine realistische 3D-Cockpit-Simulation zu erzeugen – entwickelt, um die Effizienz und Nachhaltigkeit der Ausbildung zu steigern.
Das als Virtual Procedure Trainer bezeichnete Tool wird derzeit in Frankfurt und Wien getestet. Es soll die Vorbereitung von Piloten optimieren, bevor diese zu fortgeschrittenen Ausbildungsphasen übergehen.
Der Virtual Procedure Trainer bietet Piloten eine immersive 3D-Ansicht eines Flugzeugcockpits. Dadurch können sie Standardabläufe wiederholt üben und das Training individuell anpassen. Die Software ist mit VR-Brillen kompatibel und lässt sich auch auf einem iPad nutzen, was sie flexibel für verschiedene Einsatzorte macht.
Aktuell simuliert das System das Cockpit der Airbus-A320-Familie. Bereits in Planung ist die Erweiterung auf Langstreckenmodelle wie die A330 und A350. Die ersten beiden VR-Stationen wurden im Rahmen einer Testphase in Frankfurt und Wien installiert, um zu prüfen, wie gut die Piloten die Technologie annehmen und wie sie sich in das bestehende Schulungsprogramm der Lufthansa integrieren lässt.
Lufthansa Aviation Training, die Fluggesellschaften der Lufthansa Group und Airbus arbeiten gemeinsam daran, die Software weiterzuentwickeln. Ziel ist es, sie vollständig in die mustergültige Typenausbildung für alle unterstützten Flugzeugmodelle einzubinden – und so sowohl die Effizienz als auch die Nachhaltigkeit der Pilotenschulung zu verbessern.
Die Testphase soll zeigen, wie gut sich der Virtual Procedure Trainer in die bestehende Ausbildungsstruktur der Lufthansa einfügt. Bei Erfolg könnte das System zu einem festen Bestandteil der Pilotenvorbereitung in der gesamten Gruppe werden.
Dass das Tool sowohl auf VR-Brillen als auch auf iPads läuft, deutet zudem auf ein mögliches breiteres Einsatzspektrum über die ursprünglichen Teststandorte hinaus hin.