05 June 2026, 16:21

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch der Berliner Senat drängt auf Entlassung

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch der Berliner Senat drängt auf Entlassung

Berliner Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktritt widerrufen. Die Kehrtwende erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem er zunehmend wegen seiner Geschäftspraktiken und eines laufenden Insolvenzverfahrens unter Druck gerät. Die Behörden untersuchen nun seine Rolle beim Zusammenbruch einer Beratungsfirma, die er einst leitete.

Das Insolvenzverfahren gegen Hundts Unternehmen, die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, wurde am 25. November 2025 eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat seitdem Ermittlungen zu seiner Verstrickung in die finanziellen Probleme des Unternehmens aufgenommen. Unabhängig davon prüft die Deutsche Rentenversicherung das Unternehmen auf ausstehende Beitragszahlungen.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen jedoch letzte Woche zurückgezogen. Er begründete dies mit Frust über anhaltende Gerüchte und das, was er als haltlose Vorwürfe bezeichnete. Dennoch treibt der Berliner Senat die Pläne für seine Entlassung voran; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

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Unterlagen zufolge war Hundt niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH, sondern fungierte dort bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer. Sollte er entlassen werden, stünde ihm dennoch eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu – das entspricht einem halben Jahresgehalt.

Das Entlassungsverfahren des Senats soll in dieser Woche abgeschlossen werden. Falls Hundt seines Amtes enthoben wird, verlässt er die Behörde mit einer finanziellen Abfindung, während die Ermittlungen zu seinen Geschäftstätigkeiten weiterlaufen. Die Ergebnisse des Insolvenzverfahrens und der Rentenprüfung stehen noch aus.

Quelle