16 April 2026, 00:11

Messstellenbetriebsgesetz 2025: Mehr Transparenz und klare Regeln für Verbraucher und Betreiber

Liniengraph, der die Trends des US-Stromverbrauchs von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Erklärungstext.

Messstellenbetriebsgesetz 2025: Mehr Transparenz und klare Regeln für Verbraucher und Betreiber

Deutschlands Messstellenbetriebsverordnung steht vor einem großen Update. Die zweite Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) tritt Ende 2025 in Kraft. Die Änderungen zielen darauf ab, den Umgang mit Daten zu verbessern, Prozesse zu vereinfachen und klarere Standards für Betreiber wie Verbraucher einzuführen.

Das überarbeitete Gesetz führt neue Marktrollen ein, um die Datenqualität und Prozesssicherheit zu erhöhen. Zudem wird unter der Aufsicht der Bundesnetzagentur eine zentrale Plattform, der MaBiS-Hub, eingerichtet, um die Kommunikation zwischen den Marktteilnehmern effizienter zu gestalten.

Ab Juli 2026 werden bundesweit standardisierte Messstellenverträge verbindlich. Diese Vertragswerke regeln unter anderem Vertragsstrafen, monatliche Zahlungspläne und vereinfachte Installationsschritte. Ziel ist es, einheitliche Regeln in ganz Deutschland zu schaffen.

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Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Messintervalle: Verbraucher erhalten künftig verpflichtend alle 15 Minuten Verbrauchsdaten – das erhöht die Transparenz. Gleichzeitig entfällt für Anlagen ohne Einspeisung ins Netz die Pflicht zur Installation von Steuerungseinheiten, was unnötige Kosten spart.

Die Novelle fördert zudem die Zusammenarbeit zwischen den grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB) durch gezielte Anreize. Zusätzlich soll eine neue Mindestnutzungsdauer verhindern, dass intelligente Messsysteme zu früh ausgetauscht werden, um die langfristige Stabilität der Messinfrastruktur zu sichern.

Die aktualisierten Vorschriften werden schrittweise eingeführt, beginnend mit dem geänderten MsbG Ende 2025. Standardisierte Verträge und optimierte Datenprozesse sollen das System effizienter machen. Verbraucher und Betreiber profitieren von klareren Regeln und mehr Transparenz bei der Erfassung des Energieverbrauchs.

Quelle