Mit neun Jahren zum Grammy: Aura Simmons schreibt Musikgeschichte
Julian HerrmannMit neun Jahren zum Grammy: Aura Simmons schreibt Musikgeschichte
Aura Simmons hat in diesem Jahr Geschichte geschrieben: Als jüngste Einzelpreisträgerin gewann sie einen Grammy. Die Neunjährige und ihr Vater, Harold Simmons II, erhielten im Februar die Auszeichnung für das beste Kinder-Musikalbum. Ihr Album Harmony setzte sich gegen die Konkurrenz durch und stellte einen neuen Rekord für jugendliche Erfolge in der Musik auf.
Vor Auroras Sieg hielt Blue Ivy Carter den Titel der jüngsten Grammy-Gewinnerin. Doch Auroras gelassene Art bei der Verleihung fiel besonders auf – während ihr Vater zugab, nervös zu sein, fragte sie vor der Bekanntgabe einfach nach Popcorn. Auf der Bühne trug sie ein goldenes Stirnband, ein knallgelbes Kleid und hatte grüne und gelbe Perlen im Haar.
Das Duo nimmt seine Musik in einem Kellerstudio in ihrem Haus in Maryland auf. Simmons, der unter dem Künstlernamen Fyücht auftritt, hatte ursprünglich nicht vor, Kinderlieder zu machen. Doch als Aura erst sechs Jahre alt war, begannen sie gemeinsam Songs zu schreiben. Aus dieser Zusammenarbeit entstand Harmony – ein Album, das sowohl Kritiker als auch junge Zuhörer begeisterte.
Seit dem Gewinn hat sich Auroras Leben in zwei Welten geteilt: In der Schule spielt sie mit ihrer Banknachbarin Pragat Patel Mathematikspiele, die sich für die Grammys nicht im Geringsten interessiert. Außerhalb des Klassenzimmers gibt sie Autogramme und trifft Fans. An diesem Wochenende werden sie und ihr Vater im National Museum of African American Music in Nashville geehrt.
Der Grammy hat Auroras Alltag kaum verändert, aber eine neue Ebene der Anerkennung gebracht. Sie und ihr Vater machen weiterhin gemeinsam Musik – nun mit einer prestigeträchtigen Auszeichnung in der Tasche. Die bevorstehende Ehrung in Nashville markiert einen weiteren Meilenstein in ihrer wachsenden Karriere.






