Moira Lüttich verlässt Volt Wiesbaden nach massiven Hassattacken im Netz
Paul SimonMoira Lüttich verlässt Volt Wiesbaden nach massiven Hassattacken im Netz
Moira Lüttich ist mit sofortiger Wirkung von allen ihren Ämtern bei Volt Wiesbaden zurückgetreten. Die Entscheidung folgt auf eine unerbittliche Welle von Hasskommentaren im Internet, die sich gegen sie und ihre Familie richteten. Als Grund nannte sie den Schutz ihrer Kinder und die Priorität des Familienlebens über ihre politische Arbeit.
Lüttich spielte eine zentrale Rolle im jüngsten Kommunalwahlkampf von Volt Wiesbaden. Durch ihr Engagement konnte die Partei Stimmengewinne erzielen und zusätzliche Sitze sichern. Kollegen würdigten ihren Einsatz und ihren Beitrag zum Wachstum der Partei.
Die Angriffe gegen sie gingen weit über die übliche Kritik an einer ehrenamtlichen Politikerin hinaus. Hassbotschaften überschwemmten die sozialen Medien und richteten sich nicht nur gegen sie, sondern auch gegen ihre Familie. Edwin Meier, Co-Vorsitzender von Volt Wiesbaden, bezeichnete das Ausmaß der Feindseligkeit als schockierend und inakzeptabel.
Als Reaktion darauf entschied sich Lüttich, die Politik vollständig zu verlassen. In naher Zukunft wird sie keine Interviews geben und sich stattdessen auf das Wohl ihrer Familie konzentrieren. Volt Wiesbaden bedauerte ihren Rücktritt zutiefst, unterstützte ihre Entscheidung jedoch.
Lüttichs Rückzug hinterlässt eine Lücke in der Führung von Volt Wiesbaden. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, ihre Beiträge zu ersetzen und gleichzeitig das größere Problem der digitalen Belästigung in der Kommunalpolitik anzugehen. Ihr Ausscheiden unterstreicht die persönlichen Folgen, die Hetze für öffentliche Persönlichkeiten und ihre Familien haben kann.






